Verkehrsberuhigung im Kinzdorf: Initiative unzufrieden mit Aussagen der Stadt

Hanau

Nach der eindrucksvollen Anwohnerdemo zur Verkehrsberuhigung im Kinzdorf und diversem Schriftverkehr zwischen dem Verkehrsdezernat und der   Bürgerinitiative haben sich der Stadtrat und Verkehrsdezernent Thomas Morlock (FDP) und Vertreter der Initiative am vergangenen Mittwoch zu einem Gespräch verabredet.

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Weiterhin waren auch ein leitender Verkehrsplaner und ein Experte der Verkehrsbehörde anwesend.

Die Initiative hatte, nachdem bisher alle sechs Kompromissvorschläge zur Reduzierung des Autoverkehrs pauschal abgelehnt wurden („geht nicht“, „wollen wir nicht“), erwartet, dass die Stadt nun ihrerseits einen Lösungs-vorschlag präsentiert. Herr Morlock hat gleich zu Beginn des Gesprächs erklärt, dass die Möglichkeiten der Entlastung der Konrad-Adenauer-Straße „ausgereizt“ seien. Änderungen in der Verkehrsführung sind weiterhin nicht vorgesehen, wichtig sei der ungestörte Verkehrsfluss. Insbesondere sollen die Bedürfnisse der durchfahrenden - vielfach Pendler aus umliegenden Gemeinden - vorrangig vor den Anliegen der Bewohner behandelt werden, da der Cityring keinen zusätzlichen Verkehr aufnehmen könne.

Den Anwohnern wurde von einem Vertreter der Verkehrsbehörde sogar geraten, zum Schutz vor Lärm doch 3fach-Schallschutzfenster einzubauen (die ohnehin vielfach vorhanden sind). Frühere Beschlüsse des Ortsbeirats Innenstadt aus dem Jahr 2014 und Mai 2021, die die Verlagerung des Verkehrs auf den Cityring beinhalteten, wurden ebenfalls abgelehnt. Die Initiative wies darauf hin, dass während des Bundestagswahlkampfes in der Konrad-Adenauer-Straße FDP-Plakate mit der Aufforderung „Kein weiter so, sondern Zukunft mit Erfindergeist“ hingen, aber davon hat sich das FDP-geführte Verkehrsdezernat wohl nicht inspirieren lassen.

Verschiedene, in den vergangenen Jahren vorgenommenen Maßnahmen in der Konrad-Adenauer-Straße, wie z. B. die Verringerung von drei auf zwei Fahrspuren in Höhe „Am Mainkanal“ oder der behindertengerechte Ausbau der Bushaltestellen sind zwar positiv zu bewerten, ändern aber nichts an der viel zu hohen Autobelastung im Wohngebiet. Besonders vor dem Hintergrund des im Dezember beschlossenen Mobilitätsleitbilds „Richtung Zukunft“ hatten sich die Vertreter der Initiative mehr versprochen. Dort lautet eines der Ziele: „Der Durchgangsverkehr in Wohnquartieren und innerstädtischen Bereichen ist zu reduzieren“. Es stellt sich jetzt die Frage, welche Bedeutung das Verkehrsleitbild zukünftig noch für die Stadt Hanau hat.

Insgesamt ist die Bürgerinitiative mit dem Ergebnis des Gesprächs höchst unzufrieden: "Damit werden weitere Protestaktionen und politische Aktivitäten notwendig, die bereits in der Planung sind."


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