Kurz vor dem zweiten Jahrestag des 19. Februars wurde in der öffentlichen Sitzung des Ausländerbeirates vom 16.02.2022 ein lang ersehnter Antrag im Ausländerbeirat der Stadt Hanau einstimmig beschlossen.
Das Gremium, bestehend aus zwölf Vertreter/innen der WSH (Wir sind Hanau) und drei Vertretern der IKLV (Islamischer-Kulturverein-Lamboy), bittet in diesem Antrag die Stadtverordnetenversammlung darum, Straßen in Hanau nach dem Todesopfer/innen des Attentats vom 19. Februar 2020 zu benennen. Am 19. Februar 2020 erschoss ein rassistischer Attentäter innerhalb von wenigen Minuten neun junge Menschen, bevor er seine Mutter und schließlich sich selbst erschoss.
Herr Ajdin Talic, Vorsitzender des Ausländerbeirats, war als Mitglied des Ausländerbeirates seit der Tatnacht in enger Begleitung von Angehörigen. Für ihn hat der Antrag eine besondere Bedeutung, welche er mit Emotionen erklärt: „Ich fühle mich seit dem Tag des Anschlages in einer Verantwortung gegenüber den Familien der Opfer. Hanau ist seither noch enger zusammengerückt und hat bewiesen, dass wir als Kommune zusammenhalten. Das Zeichen, welches wir durch unseren Antrag setzen wollen, ist wichtig für die Gesellschaft. Zudem sind wir es den Opfern schuldig ihrer Namen zu gedenken“
Herr Talic erhofft, dass der Antrag vom Magistrat genehmigt und somit auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 21. März gesetzt wird. Über den Antrag wird dann von 59 Stadtverordneten abgestimmt.
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