Die Alternative Fraktion Hanau (AF) hatte am 18. Februar den Antrag in die Hanauer Stadtverordnetenversammlung eingebracht, der Magistrat möge momentan brach liegende Grundstücke der Bevölkerung zur nachhaltigen Nutzung für „urban gardening“ zur Verfügung stellen.
Begründet wurde dieser Antrag von Christa Martin, die hervorhob, dass einige deutsche Gemeinden Preise für dieses „städtische Gärtnern“, das von Bürgerinnen und Bürgern auf freien Grundstücken betrieben werden könne, erhalten hätten. Die Stadtverordnetenversammlung habe jedoch unter Führung des Kleeblatts diesen Antrag abgelehnt.
Nunmehr habe GartenRheinMain, ein Projekt der Kulturregion Frankfurt Rhein- -Main unter dem Begriff „Neue Lust am Grün“ das Thema „Urban Gardening“ zum Jahresthema für das Jahr 2013 ausgerufen. Das bedeute, dass im Sinne von Biodiversität, gesunder Ernährung und verantwortlichem Umgang mit den Ressourcen die Lust am Gärtnern und die Befriedigung bei der Gartenarbeit in Städten und Kommunen gefördert werden solle. Auf Dächern, Grünstreifen, Brachen und in Hinterhöfen solle gebuddelt, gesät, gepflanzt und geerntet werden.
Sieben monatliche Veranstaltungen in Frankfurt, Rüsselsheim, Offenbach, Oberursel, Darmstadt und Hattersheim widmen sich den besonderen Aspekten des „urban gardening“. Der Auftakt erfolge am 28. April in Frankfurt in der Römerstadt. Eine sechsteilige Vortragsreihe im neu renovieren Palmensaal sorge für weiteres Profil, das von Frankfurt bis New York gehe. Gerade New York werde in diesen Tagen als Green City in einer Filmreihe beim Sender Arte als Zentrum einer „vertikalen Revolution“ im grünen Sinn beschrieben. Dabei sei das Projekt „Dragonfly“ als senkrechtes Gewächshaus ein besonders spekatakuläres Beispiel für die Speisekammer von New York.
Die Alternative Fraktion schlussfolgert: „Alle Welt redet und handelt vom „urban gardening“ nur nicht die Stadt Hanau. Vielleicht sollten sich die Hanauer politisch Verantwortlichen bei den über 700 Führungen, Parkspaziergängen und Veranstaltungen des GartenRheinMain-Programms ein Bild über das „urban gardening“ machen, um sich endlich auch diesem Thema ernsthaft zu widmen. Als Schlusslicht im Rhein-Main-Gebiet zu glänzen, sei kein Aushängeschild für die angeblich so fortschrittliche Stadt Hanau.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de

















