Kaminsky und Funck verurteilen Nazi-Aufmarsch in Hanau

Hanau

"Der nicht vorhersehbare Nazi-Aufmarsch in Hanau zeigt deutlich, dass diejenigen politisch unterstützt werden müssen, die sich für ein NPD-Verbot einsetzen."

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Diesen Schluss zieht Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky aus der Demonstration von rund 180 NPD-Anhängern, welche diese wegen antifaschistischer Gegenwehr kurzerhand von Frankfurt in die Brüder-Grimm-Stadt verlegt hatten.

In einer gemeinsam en Erklärung mit Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck heißt es weiter: "Jeder Nazi in der Stadt ist ein Nazi zu viel!" Für Demokraten sei es "schier unerträglich", dass ein "antisemitisch und rassistisch auftretender" NPD-Funktionär wie Udo Pastörs in Hanau mitmarschiert sei. Der NPD-Vize ist wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung von Holocaust-Opfern verurteilt worden. In einer Aschermittwochsrede hatte er gegen die angebliche "Judenrepublik" in Deutschland gehetzt.

Kaminsky und Funck danken in ihrer Erklärung der Polizei, dass sie "Schaden von der Stadt abgewendet hat". Sie zollten auch den Bürgern "großen Respekt", die sich "spontan und couragiert" gegen den Nazi-Marsch vom Hanauer Hautbahnhof in die Innenstadt gewehrt hätten.


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