Kindermord in Hanau: AG "Rom" jagt jetzt den Täter

Foto: 5vision.media

Hanau
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Die Kriminalpolizei in Hanau hat nach der Tötung von zwei Kindern in dieser Woche in Hanau eine Arbeitsgemeinschaft für die Ermittlungen eingerichtet. Gefahndet wird weiterhin nach einer männlichen Person, die als dringend tatverdächtig gilt. Um wen es sich dabei handelt, wird von den Ermittlern weiterhin nicht veröffentlicht.

In der AG „Rom“ wurden Spezialisten aus verschiedenen Einheiten der Kriminalpolizei zusammengeführt. Sie sollen herausfinden, was in den Morgenstunden des 11. Mai im 9. Stock eines Hochhauses in der Römerstraße genau passiert und wer für den Tod der beiden Kinder verantwortlich ist. Passanten hatten am Mittwoch gegen 7.25 Uhr zunächst den schwerverletzten Jungen im Innenhof des Hauses gefunden, wenig später wurde das Mädchen auf dem Balkon entdeckt. Die Siebenjährige war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben und kam laut Obduktion durch „eine scharfe Gewalteinwirkung im Halsbereich“ ums Leben. Ihr 11 Jahre alter Bruder starb nach der Einlieferung in ein Krankenhaus an multiplen inneren Verletzungen, die laut Polizeiangaben auf einen Sturz aus großer Höhe schließen lassen.

Ermittelt wird nun wegen zweifachen Mordes, angenommen wird ein familiärer Hintergrund. Ob es sich bei dem Tatverdächtigen um den Vater der Kinder handelt, wie von verschiedenen Medien berichtet, wollte die Staatsanwaltschaft Hanau nicht bestätigen. Die Mutter, gegen die bislang offenbar nicht ermittelt wird, soll sich in psychologischer Betreuung befinden. Dass bisher nicht mit näheren Angaben zur Person und vor allem einem Foto nach dem Tatverdächtigen gesucht wird, begründet die Staatsanwaltschaft mit den aktuellen Fahndungsmaßnahmen, die dadurch nicht gefährdet werden sollen. Eine Gefahr für die Allgemeinheit soll durch den Mann allerdings nicht bestehen: „Für eine Allgemeingefährlichkeit des Tatverdächtigen liegen derzeit keine Anhaltspunkte vor“, so Lisa Pohlmann von der Staatsanwaltschaft Hanau.

Am Tatort unweit des Marktplatzes in Hanau haben unterdessen zahlreiche Menschen ihr Mitgefühl zum Ausdruck gebracht. Alle hoffen nun, dass der Tod der beiden Kinder schnell aufgeklärt wird. 


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