Am ehemaligen Schweinemarkt: Hanau plant öffentliche WC-Anlage

Hanau
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Mit einer Vorlage für die anstehende Stadtverordnetenversammlung am 13. Juni möchte der Magistrat der Stadt Hanau ein seit längerer Zeit drängendes Problem für Bürgerinnen und Bürger lösen. "Derzeit haben wir in der Innenstadt mit vier Anlagen in den städtischen Parkhäusern für eine Großstadt und mit Blick auf die erfreuliche Besucherfrequenz deutlich zu wenige öffentlich zugängliche WC-Anlagen. Gerade mobilitätseingeschränkte Bürger fragen immer wieder an, ob wir an dieser Stelle nachbessern könnten", erklärt Stadtrat Thomas Morlock (FDP).

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Die Vorlage des Magistrats will dies tun. Sie sieht vor, an der Langstraße auf dem ehemaligen Schweinemarkt eine öffentliche, barrierefrei zugängliche WC-Anlage zu errichten. Für den Bau wird die Stadt rund 350.000 Euro investieren. Das Areal des ehemaligen Schweinemarktes wird derzeit zum einen als Parkplatz und zum anderen für moderne Fahrradabstellanlagen genutzt. An letztere soll nach dem jetzigen Plan die neue WC-Anlage anschließen. Die geplante WC-Anlage wird auf einer Fläche von rund 25m² errichtet. "Dies sorgt dafür, dass am Standort drei Behindertenparkplätze wegfallen würden. Diese werden wir auf dem Platz an anderer Stelle neu ausweisen", erklärt Stadtrat Morlock. Auch optisch wird sich die neue WC-Anlage gut in die Umgebung einfügen, da sie – wie bereits die anliegenden Fahrradboxen – mit professionellen Graffitis gestaltet wird.

Der Platz am ehemaligen Schweinemarkt bietet gleich zwei Vorteile. Zum einen befindet sich das Areal in städtischem Eigentum, entsprechend muss keine zusätzliche Fläche erworben werden. "Gleichzeitig liegt der Platz zentral in der Stadt. So können wir einen Beitrag sowohl zur Verbesserung der Sauberkeit als auch der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt leisten", sagt Morlock.

Gebaut werden soll eine benutzerfreundliche WC-Anlage, die den unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnissen Rechnung trägt. So ist neben einem Unisex-WC-Raum und einem Urinal-Raum auch ein barrierefreier Unisex-WC-Raum eingeplant, in dem sich zusätzlich ein Wickeltisch befindet. Der Betrieb der Anlage entspricht dabei den gestiegenen Hygieneanforderungen. So wird die Sitzbrille automatisch nach jeder Nutzung gereinigt. Sollten Nutzende der Toilette vergessen, die Spülung zu betätigen, erledigt die Anlage dies selbstständig.

Der Urinal-Bereich verfügt zudem über eine partielle Fußbodenreinigung. Dazu kommt das System "Urifloor" zum Einsatz. Nutzende stehen bei dieser Konstruktion auf einem Gitterrost, unter dem sich eine Edelstahl-Bodenwanne befindet. Nach jeder Nutzung werden beide Elemente automatisch von seitlich eingebauten Spritzdüsen gereinigt. Schlechten Gerüchen oder Bakterien wird so vorgebeugt. In den übrigen Räumen werden Glaselemente und Kunstharz-Böden verbaut, welche die Reinigung der Anlagen erleichtern. Sämtliche Bedienelemente können über eine berührungsfreie Näherungsoptik bedient werden, außerdem stehen in sämtlichen Räumen Desinfektionsmittelspender bereit.

Die Nutzung der Toiletten soll analog zu den bereits bestehenden WC-Anlagen 50 Cent kosten. Diese werden vor Eintritt in die Kabinen fällig und können entweder bar oder via eines integrierten bargeldlosen Bezahlsystems gezahlt werden. Menschen mit körperlichen Einschränkungen sowie ihre Begleitpersonen erhalten über das Euro-Schlüssel-System einen kostenfreien Zugang. Die Erlöse aus der Nutzung der WC-Anlagen werden dazu verwendet, den zu schließenden Servicevertrag über Reinigung und Wartung zu finanzieren.

Dank der soliden Betonkonstruktion, der automatischen Selbstreinigung sowie einer kontinuierlichen Betreuung wird die Anlage stets in einem optisch und technisch einwandfreien Zustand bleiben. "Das macht nicht nur die Nutzung angenehmer, sondern bringt auch eine hohe Langlebigkeit mit sich. Der Hersteller verspricht hier eine Lebensdauer von über 30 Jahren. Dank der modularen Bauweise haben wir zudem jederzeit die Möglichkeit, die Anlage zu erweitern oder zu versetzen", betont Morlock.

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Auf dem Areal des ehemaligen Schweinemarkts an der Langstraße soll eine neue öffentliche WC-Anlage errichtet werden. Laut Vorlage des Magistrats soll diese an die dort befindlichen Fahrradabstellanlagen anschließen. Die drei Behindertenparkplätze, die durch die Bebauung wegfallen würden, werden auf dem Platz an anderer Stelle neu ausgewiesen. Quelle: Stadt Hanau


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