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Das heißt auch, mehr als 3000mal Freude, geistvolle Anregung und gehaltvolle Unterhaltung. Denn die Kulturloge Hanau öffnet Menschen an Main und Kinzig die Türen zu Kultur.  „Teilhabe an Kultur ist das Recht aller Bürgerinnen und Bürger, niemand sollte von Kulturangeboten ausgeschlossen werden – und vor allem die Größe des Geldbeutels darf diese Teilhabe nicht verhindern!“ So sagt die Vorsitzende Beate Funck. Das Ziel des Vereins ist also ebenso einfach definiert wie schwierig zu erreichen: kulturelle Veranstaltungen kostenfrei für Menschen mit geringem Einkommen anbieten.

Unkompliziert und wertschätzend hilft man denen, die Kultur lieben, sie sich aber nicht leisten können. Als wirklich willkommene Kultur-Gäste sollen sich die Kartenempfängerinnen und -empfänger fühlen, die kostenfrei an den Veranstaltungen teilnehmen können. „Wenn die verfügbaren Mittel knapp sind, wird an allem gespart. Gerade Extras wie der Besuch von Kulturveranstaltungen sind für einkommensschwächere Personen oder Familien oft nicht realisierbar,“ weiß Beate Funck.

Um hier Hürden abzubauen und einen kostenfreien Zugang anbieten zu können, gründete die Marburgerin Hilde Rektorschek 2010 die erste Kulturloge und schuf mit dem Bundesverband Deutscher Kulturlogen e.V. ein Netz aus mehr als 30 Kulturlogen bundesweit. Ehrenamtlich bemüht man sich seitdem um die Vermittlung von Eintrittskarten. Das bewährte Konzept soll finanziell Schwächeren die Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Interessierte brauchen sich dazu bei der Kulturloge nicht als Anspruchsberechtigte zu legitimieren, sondern lediglich bei den Sozialinitiativen oder Institutionen, mit denen sie ohnehin in Kontakt stehen, einen Flyer ausfüllen. Bieten Veranstalter passende Karten an, werden sie von der Kulturloge angerufen.

Die Eintrittskarten werden auf die Namen der Kulturgäste an der Abendkasse hinterlegt, genau wie andere zurückgelegte Eintrittskarten. Die Kulturloge will keine zusätzlichen Verwaltungshürden aufbauen und auch nicht riskieren, jemanden möglicherweise zu beschämen. Alle Informationen dazu erhalten Interessierte im Internet auch unter www.kulturloge-hanau.de.

Wer in der Brüder-Grimm-Stadt Interesse an kulturellen Angeboten hat, findet Anmeldeformulare bei sozialen Einrichtungen wie dem Diakonischen Werk, der Caritas,  der Stiftung „LICHTBLICK“ oder dem Rathaus. Auf den Flyern kann man dann ankreuzen, welche Art von Veranstaltung man gerne besuchen möchte, beispielsweise Theater, Konzert, Kino oder Lesungen. Diese Anmeldung wird von den Einrichtungen an die Kulturloge weitergeleitet. Dort sichten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen die Anfragen und rufen Interessierte an, sobald Karten von Veranstaltern angeboten werden. Hier hebt die Vorsitzende der Hanauer Kulturloge zwei Frauen hervor, ohne die die Arbeit an Main und Kinzig nicht denkbar wäre: Gabriele Bromboszcz und Lisa Uibel, die beiden äußerst engagierten Ehrenamtlerinnen. Sie leisten die praktische Arbeit, nehmen Kontakt zu den Kulturgästen auf, gehen auf deren Wünsche ein...

Für sie und alle anderen Mitglieder des Vereins waren es schwierige Monate bis zum Frühsommer 2022. Lockdown, Corona-bedingte Einschränkungen - insgesamt musste man 15 Monate völlig auf die Vermittlungstätigkeit verzichten…

Doch heute sieht man in der „Kulturloge Hanau e.V.“ wieder rundum optimistisch in die Zukunft – und kann dank „Ausnahmeaktionen in Ausnahmezeiten“ auch positiv auf die schwierigen vergangenen Monate zurückblicken. Auch in Coronazeiten blieb der Verein aktiv – und reagierte mit ungewöhnlichen Aktionen. So kaufte der Verein für 1.000,- Euro Karten der Grimm-Festspiele und gab sie an ihre Kulturgäste weiter. „Wir wissen, dass das Kaufen von Eintrittskarten nicht zu den Aufgaben der Kulturloge gehört, aber die besondere Situation erforderte außergewöhnliches Handeln,“ betonte Beate Funck. Dies trifft auch zu beim erfolgreichen Projekt „Unerhört“, welches die Kulturloge gemeinsam mit dem Trägerverein Kulturzentrum Pumpstation und der Initiative IGJanauRockt! auf die Beine stellte.

Die Mitglieder der Kulturloge sind sich einig, „dass die Aktionen überaus erfolgreich waren, da sie Hilfe dorthin gebracht hat, wo sie am nötigsten war, nämlich bei der Kunst- und Kulturszene in Hanau und der Region. Nun geht der Blick nicht nur von Beate Funck ausnahmslos nach vorn: „Wir bauen auf die Zukunft, denn vielen Menschen wurde erst durch den Mangel an Kulturveranstaltungen bewusst, wie bedeutsam Kultur für uns alle ist.“ Die Arbeit der Kulturloge Hanau lohnt sich, wie die Zahlen belegen: Aktuell sind 530 Interessierte in der Datenbank der Kulturloge aufgelistet, davon 259 Kinder.

43 Veranstalter vom städtischen Fachbereich Kultur über die Grimm-Festspiele bis hin zu kommerziellen Anbietern wie „shooters“ geben kostenlose Karten an die Kulturloge. Bei 49 Sozialpartnern können Hanauerinnen und Hanauer die Anmeldebögen für die Kulturloge ausfüllen – die Liste reicht von A wie Albert-Schweitzer-Kinderdorf oder Aidshilfe Hanau über die verschiedenen Nachbarschaftsinitiativen oder die Johanniter Unfallhilfe, die „Lawine“ bis hin zu Z wie die „Zusammen-H-alt“ Gruppe Ilex. Die komplette Liste findet sich im Internet unter www.kulturloge-hanau.de.

Es warten noch genügend Herausforderungen auf die Kulturloge. So wird häufig nach den Worten der Vorsitzenden unterschätzt, dass es mit den Eintrittskarten allein oft noch nicht getan sei. Viele Menschen können sich die Anfahrt zu den Veranstaltungen nicht leisten und schrecken deshalb davor zurück. Hier gibt es Überlegungen, künftig ‚Rundumpakete‘ für die Kulturgäste anzubieten. So gilt für die zukünftige Arbeit das, was die Kulturlogenvorsitzende Beate Funck eindrücklich formuliert: „Kultur ist systemrelevant, sie gehört sozusagen zu unserm täglich Brot, ist ein gesellschaftliches Grundnahrungsmittel.“

www.kulturloge-hanau.de


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