Gemeinsam auf eine gerechtere Gesellschaft hinarbeiten

Hanau
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Das Café Ellis in alten Johanneskirche war Schauplatz der Auftaktveranstaltung zur Demokratiewerkstatt – einer Kooperation zwischen der Volkshochschule Hanau, dem Jugendbildungswerk und dem Lamboypark der Abteilung Familien und Jugendarbeit, die vom Kultusministerium Hessen finanziell gefördert wird.

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Unter dem Motto "Ist nichts (un)möglich?" nahmen rund 140 Hanauer Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren an einer Podiumsdiskussion zum Stichwort "Chancengerechtigkeit" teil. Begrüßt wurden sie von Stadträtin und Magistratsmitglied Claudia Borowski: "Die Nachrichten aus Deutschland, Europa und die Welt, sind nicht gerade rosig. Täglich erfahren wir von zunehmendem Populismus, Fremdenfeindlichkeit und Menschen, die aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Aber müssen wir das einfach so hinnehmen? Natürlich nicht!", sagte Borowski und betonte: "Wir können selbst Vorstellungen von einer gerechteren Gesellschaft entwickeln und auf sie hinarbeiten."

Es sei wichtig, dass auch junge Menschen sich Gedanken machen: "Wie soll das Zusammenleben in Hanau, in Deutschland und Europa aussehen? Wie können wir den digitalen Raum als demokratische Plattform nutzen? Das sind nur einige von vielen Fragen, die ihr in der Demokratiewerkstatt beantworten könnt", sagte Borowski. Und forderte die Zuhörerinnen und Zuhörer auf sich Gedanken zu machen: "Was läuft falsch? Übt Kritik daran! Wie wäre es perfekt? Entwickelt eine Utopie! Was können wir schaffen? Mit der Realisierung eurer Ideen kommt ihr der Utopie ein Stück näher!", versprach sie.

Die Moderation der Veranstaltung übernahm Philipp Heinzinger. Im Podium auf der Bühne saßen Frauen und Männer, die – aus eigener Erfahrung – über die Themen Migration, soziale Benachteiligung, ‚leben mit einem Handicap‘ und ‚queeres Leben‘ berichten konnten. Sie teilten ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse in und mit der Gesellschaft und standen dem jungen Publikum Rede und Antwort. Diese hatten die Gelegenheit Fragen auf Zettel zu notieren und in der Pause einzureichen, so dass in der zweiten Halbzeit darauf eingegangen werden konnte.

"Die Beteiligung war großartig und die Podiumsdiskussion sehr spannend", freut sich Isabell Henkel, Koordinatorin von der Volkshochschule Hanau. "Zukünftig treffen wir uns einmal im Monat bis zum Ende des Jahres und diskutieren gesellschaftspolitische Themen", erläutert sie. Eine weitere Förderung im neuen Jahr durch das Kultusministerium sei möglich. Interessierte jungen Menschen aus Hanau seien eingeladen sich bei den Veranstaltungen zu beteiligen. Die nächste Veranstaltung der Demokratiewerkstatt findet am 20. Juli um 18 Uhr im Lamboypark statt. Interessierte melden sich bitte bei Isabell Henkel, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Telefon 0160 97278793.

Was ist eine Demokratiewerkstatt?
Die Volkshochschule Hanau bietet mit dem Angebot der Demokratiewerkstatt allen Interessierten die Möglichkeit, sich über historische, politische oder wirtschaftliche Themen auszutauschen. Dabei können lokale Ereignisse, aber auch allgemeine Fragen zum politischen Zusammenleben in einem geschützten Raum diskutiert werden, um sich so eine Meinung zu bilden und den Diskurs zu üben.

Eine Demokratiewerkstatt funktioniert nach den Prinzipien der Selbstorganisation und Selbstbestimmung: Die Teilnehmenden bestimmen sowohl den organisatorischen Rahmen als auch die inhaltliche Ausgestaltung. Sie bestimmen, wann, wie oft und wo sie sich treffen. Auch inhaltlich gibt es keine Vorgaben. Die Zusammenarbeit findet in Form einer Bildungspartnerschaft statt und schließt eine Hierarchie von vornherein aus. Als Leitung "auf Augenhöhe" und Bindeglied fungiert eine pädagogisch erfahrene Person. Die Demokratiewerkstatt ist ein Ort, an dem Teilnehmende die Vielfalt von Wissen und Meinungen gemeinsam einordnen. Zusammen begegnen sie der Herausforderung, scheinbar unvereinbare Positionen in Einklang zu bringen. In einer Demokratiewerkstatt kann über alles diskutiert werden – im Ergebnis wird sich die Gruppe jedoch nicht politisch positionieren. Sie bleibt ein reines Bildungsarrangement, in dem die Teilnehmenden sich Themen erarbeiten, um sie besser zu verstehen. Die Demokratiewerkstatt ist ein geschützter und diskriminierungsfreier Raum Die so angestoßenen individuellen und gemeinschaftlichen Lernprozesse münden in die Gestaltung von Angeboten politischer Bildung. Auf diese Weise stärken Demokratiewerkstätten die Individuen, bringen Menschen zusammen, beleben den demokratischen Diskurs in Hanau und stärken die gemeinsame demokratische Kultur.

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