Neues Angebot: Auf Bestellung für 3,30 Euro durch Großauheim und Klein-Auheim

Hanau
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Der Ort für die Vorstellung des neuen On-Demand-Angebots der Hanauer Straßenbahn (HSB) ist bewusst gewählt: der Haupteingang des Wildparks Alte Fasanerie. Denn dank drei weiß-blauer Shuttle-Fahrzeuge mit der Aufschrift "mainer" ist die beliebte Freizeiteinrichtung vom 1. Juli an erstmals dauerhaft per ÖPNV erreichbar. Dieser Haltepunkt ist einer von insgesamt rund 200 in Klein-Auheim und Großauheim.

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"Wir schlagen damit in Hanau ein neues Kapitel zukunftsweisenden Nahverkehrs auf", stellte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) bei der Pressekonferenz heraus und ergänzte: "Die bisherige Lücke von HSB-Bushaltestellen zum Wildpark ist damit endlich geschlossen."

"Der RMV baut mit neun kommunalen ÖPNV-Partnern das deutschlandweit größte On-Demand-Projekt auf", so Dr. André Kavai, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV). "Mehr als 100 Elektrofahrzeuge kommen dabei zum Einsatz. Das Bediengebiet des mainer grenzt direkt an den Landkreis Offenbach und das dortige Angebot des kvgOF Hopper. Hier treffen sich erstmals zwei On-Demand-Angebote und bilden zusammen das größte Bediengebiet im RMV. On-Demand sorgt auch in der Fläche für hochattraktiven ÖPNV im Sinne von jederzeit und von jedem zu jedem Ort und ist damit ein vielsprechender Baustein bei der Mobilitätswende."

Hanaus Stadtrat und HSB-Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Morlock (FDP) dankte dem RMV, ohne dessen Einsatz für Fördermittel in Höhe von jeweils circa 27 Millionen Euro des Bundes und des Landes dieses "Mammutprojekt in Rhein-Main" nicht möglich wäre.  Die Verkehrswende erfahre dank der On-Demand-Shuttles einen "Schub bei Fahrgästen, welche diese "neue Art der Mobilität schnell zu schätzen lernen".  Denn ohne festen Fahrplan sowie viele Zu- sowie Ausstiegsmöglichkeiten in beiden Stadtteilen laufe der Verkehr in drei Kleinbussen "bedarfsgesteuert und durch das Computer-gestützte Zusammenführen mehrerer Zielwünsche schnell und effizient".

RMV-Geschäftsführer Kavai berichtete von "hoher Kundenzufriedenheit" in Städten und Kreisen, in denen bereits On-Demand-Fahrzeuge verkehren, so in Darmstadt, Frankfurt-Nord, Limburg, Taunusstein, Hofheim a. Ts. und im Kreis Offenbach.  Ähnliches wusste HSB-Geschäftsführer Thomas Schulte zu berichten: In Großauheim sei die "große Erwartungshaltung" zu spüren gewesen", als die HSB Anfang Mai den "mainer" beim dortigen Stadtteilfest vorstellte. Ähnlich erwarte er das für die Präsentation beim Klein-Auheimer Stadtteilfest am 2. Juli. Der HSB-Geschäftsführer hob hervor, dass einer der drei emissionsfreien Mercedes Vito-Fahrzeuge barrierefrei umgebaut sei. Das sei bei Arzt- oder Apotheken-Besuchen genauso wie zu Einkaufs- oder Freizeitfahrten ein "zusätzliches, wenngleich selbstverständliches Plus".

Auf Bestellung (on-demand) verkehrt der "mainer" montags bis sonntags durchgehend von circa 6 Uhr bis Mitternacht ohne festen Fahrplan und Linienweg in Großauheim und Klein-Auheim. Der Regelpreis beträgt grundsätzlich 3,30 Euro pro Einzelfahrt. Wer bereits einen gültigen ÖPNV-Fahrschein hat, zahlt einen Zuschlag von 1,50 Euro pro Einzelfahrt.  "In Kombination mit dem aktuellen Neun-Euro-Ticket lässt sich unser neues Angebot im Juli und August preisgünstig ausprobieren", empfiehlt HSB-Geschäftsführer Schulte. Die HSB verspricht, dass der bestellte "mainer" binnen höchstens 15 Minuten den gewünschten Zustiegspunkt erreicht. Buchungen sind nicht nur per App, sondern auch per Telefon möglich unter 06181/3008877; dabei ist zuvor eine einmalige Registrierung in der RMV-MobilitätsZentrale am Hanauer Freiheitsplatz notwendig.

Sowohl in Großauheim als auch in Klein-Auheim sieht die HSB die Bedienung mit verschiedenen Buslinien als gut an. "Mit dem ‚mainer‘ erreichen wir dort in der Fläche freilich noch mehr mögliche Fahrgäste als mit den HSB-Bussen und schaffen ein passgenaues Angebot", erläutert HSB-Aufsichtsratsvorsitzender Morlock. Bisher verkehrt die Buslinie 6 im Abschnitt südlich des Rochusplatzes und in Klein-Auheim zeitweise nur stündlich und verzeichnet laut Morlock "sehr wenige Fahrgäste". Daher ist die Linie 6 in diesem Gebiet ab 1. Juli nur noch im Schülerverkehr unterwegs. Demgegenüber verbessert die HSB im nördlichen Großauheim und in Wolfgang ab diesem Zeitpunkt mit einem 20-Minuten-Takt die Busanbindung. Die "mainer"-Förderung ist bis Ende 2024 gesichert. "Wir hoffen, dass anschließend auch unser On-Demand-System Nutznießer ausgebauter staatlicher Förderung ist, wie sie derzeit politisch allenthalben gefordert wird", so OB Kaminsky abschließend. Dann lasse sich das Bediengebiet des "mainer" vielleicht ausdehnen. Das sei "nicht unwichtig für Hanaus Stadtentwicklung, beispielsweise mit Blick auf die Entwicklung der Wohngebiete Bautz und Pioneer Park".

Weitere Informationen bietet die HSB unter www.mainer-hanau.de.

mainerbestellung az


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