Kitaplätze in Hanau: Beratungsbüro stellt Betrieb ein

Hanau
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Das zum Kindergartenjahr 2019/20 im Rathaus eingerichtete Beratungsbüro des Eigenbetriebs Hanau Kindertagesbetreuung hat seinen Betrieb eingestellt. "Es hat sich gezeigt, dass in den Zeiten des eklatanten Platzbedarfs eine familiennahe Beratung notwendig ist, die stärker auf die persönlichen Bedürfnisse der Eltern eingeht. Diesem Anspruch werden wir durch den direkten Kontakt mit der Kindertagesstätte vor Ort besser gerecht", macht Eigenbetriebsleiterin Astrid Weiermann deutlich, dass in persönlichen Gesprächen die individuelle Situation mehr gewürdigt werden kann.

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Trotz intensiver Bemühungen des Eigenbetriebs kommt es immer wieder zu Betreuungsengpässen für die Hanauer Familien. "Leider können nicht alle Kinder, deren Eltern einen Betreuungsbedarf angemeldet haben, wunschgemäß betreut werden", bedauert Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD) und erinnert daran, dass die Stadt alles in ihrer Macht Stehende tut, um die benötigen Betreuungsplätze zu schaffen. "Wir investieren 35 Millionen in den Bau neuer Kindertagesstätten, suchen über gezielte Kampagnen nach qualifiziertem Personal und präsentieren uns dank übertariflicher Entlohnung als attraktiver Arbeitgeber." Doch wie überall im Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus fehlt es an einer ausreichenden Zahl an Fachkräften.

Im Ergebnis präsentiert sich die Platzsituation in den Hanauer Kindertagesstätten als sehr angespannt. Mehrere hundert Betreuungsplätze fehlen. Die Anmeldelisten sind lang und viele Familien warten bereits mehrere Monate vergeblich auf Betreuungsplätze. "Natürlich entstehen durch die persönliche Beratung in der Kita vor Ort keine neuen Plätze", ist sich die Eigenbetriebsleitung bewusst. Doch wie Weiermann erklärt, ist vielen berufstätigen Familien eine gewisse Planungssicherheit wichtig. "Lieber erfahren sie, dass sie erst in sechs oder gar zwölf Monaten mit einem Platz rechnen können, bevor sie gar nichts einplanen können. Und manchen Familien können wir auch erst für das letzte Jahr vor der Einschulung Hoffnung auf einen Kitaplatz machen."

Um individuelle Lösungen für den Übergang abzusprechen und gemeinsam einen Zeitplan zu entwickeln, sind nach den Worten der Eigenbetriebsleiterin intensive, persönliche Gespräche notwendig, wie man sie nur vor Ort in der Kita führen kann. Oft würden dann gemeinsam Lösungen gefunden, die erst das nachfolgende Kitajahr betreffen. Für die Überbrückungszeit könnten Großeltern helfen oder befreundete Familien tun sich zusammen, um sich wechselseitig zu unterstützen. "Genau auf solches gesellschaftliche Engagement sind wir aktuell sehr angewiesen", beschreibt Weiermann. Gemeinsam mit Bürgermeister Weiss-Thiel bedankt sie sich ausdrücklich bei all denjenigen, die durch privates und familiäres Engagement Hanauer Familien bei der Betreuung ihrer Kinder unterstützen.

Wer aktuell einen Kitaplatz sucht, muss sein Kind zunächst eigenständig über das Kita Portal unter https://kita-portal.hanau.de/ anmelden. Sollte man hierbei technische Unterstützung benötigen, erhalten Eltern unter der Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Hilfe.


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