„Die Hoffnung überwiegt“: Gedenkplakate zum Anschlag am 19. Februar

Rekapitulierten die Aktion „Klage und Hoffnung“, die anlässlich des zweiten Jahrestags des schweren Anschlags vom 19. Februar stattgefunden hatte: Dekan Dr. Martin Lückhoff, Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Imam Mustafa Macid Bozkurt, Ahmet Akyüz, Vorsitzender des Muslimischen Arbeitskreises Behlül Yilmaz und Pfarrerin Katrin Kautz (von links).

Hanau
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Der 19. Februar 2020 hat die Stadt Hanau tief erschüttert. Anlässlich der Wochen gegen Rassismus hatte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) geschrieben: "Seit dem 19. Februar 2020 ist unsere Stadt nicht mehr dieselbe."

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Umso wichtiger ist es daher, dass es innerhalb der Gesellschaft eine aktive Erinnerungskultur gibt. Der Evangelische Kirchenkreis Hanau und der Muslimische Arbeitskreis Hanau (MAH) hatten sich am zweiten Jahrestag des Anschlags für die Aktion "Klage und Hoffnung" zusammengeschlossen. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit präsentierten Sie nun Oberbürgermeister Claus Kaminsky – in Form eines Gedenkplakats.

An zwei Standorten in der Nähe der Tatorte hatten die Organisierenden Stellwände, Stifte und Karten bereitgestellt. Sie boten den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, ihre Gedanken aufzuschreiben, ihre Klagen, aber auch ihre Hoffnungen. "Uns war es im Vorfeld ganz wichtig, dass es Raum für negative und positive Gefühle geben sollte. Und wir können sagen: Die Hoffnung überwiegt", sagte Dekan Dr. Martin Lückhoff. So seien im Vergleich zu Klagen gleich doppelt so viele hoffnungsvolle Beiträge entstanden.

Positiv stimmte die Menschen vor allem der Umgang der Mehrheitsgesellschaft mit dem Thema. "Das WIR ist stärker als der Hass" wurde rückgemeldet, aber auch "Hanau wächst enger zusammen". "Die Menschen waren unheimlich dankbar für unsere Aktion. Vielen war es wichtig, eine Plattform zu bekommen, um ihre Gefühle auszudrücken. Und es haben sich vor Ort sehr viele Gespräche unter den Menschen entwickelt", berichtet MAH-Vorsitzender Behlül Yilmaz.

Viele Gedanken, die die Hanauerinnen und Hanauer im Zuge dieser Aktion niedergeschrieben haben, wurden nun auf einem Gedenkplakat zusammengefasst. In violetter Schrift wurden Klagen aufgeführt, in grüner Schrift Hoffnungen. "Diese Balance ist sehr wichtig. Natürlich wollen und müssen wir uns erinnern, gleichzeitig wollen und müssen wir als Gesellschaft zusammen nach vorne blicken und gemeinsam weiterleben", so Yilmaz weiter.

Die Plakate werden bereits jetzt an ausgewählten Orten aufgehängt. "Anfang 2023 werden wir darüber hinaus auch noch einmal offensiv auf unter anderem Geschäfte zugehen, um die Nachricht noch breiter in die Stadt zu tragen. Und bereits jetzt planen wir weitere Gedenkaktionen für den 19. Februar", sagt Lückhoff.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky bedankte sich bei den Anwesenden für ihr großes Engagement und versprach zugleich, die Plakate im Rathaus aufhängen zu lassen. "Es ist äußerst wichtig, dass die Erinnerungskultur an den 19. Februar im Kreise der Bürgerinnen und Bürger stattfindet und nicht ausschließlich von politischer Ebene aus angestoßen wird. Ich bin sehr dankbar für Ihre Aktion, die dazu beiträgt, dass die Bevölkerung ein aktiver Teil im Gedenken an die Verstorbenen ist", so der Oberbürgermeister.

gedenkplakahoff az

Rekapitulierten die Aktion „Klage und Hoffnung“, die anlässlich des zweiten Jahrestags des schweren Anschlags vom 19. Februar stattgefunden hatte: Dekan Dr. Martin Lückhoff, Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Imam Mustafa Macid Bozkurt, Ahmet Akyüz, Vorsitzender des Muslimischen Arbeitskreises Behlül Yilmaz und Pfarrerin Katrin Kautz (von links).


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