Harte Arbeit für eine saubere Stadt

Hanau
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Schon von weitem erkennt man sie an ihren auffälligen Warnwesten: Die Sauberkeitspaten der Heinrich-Heine-Schule haben noch vor den Sommerferien dem Wertstoffhof an der Daimlerstraße einen Besuch abgestattet.

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Woche für Woche tragen die 22 Kinder im an ihre Schule anliegenden Wohnquartier dazu bei, dass weniger Müll auf den Straßen liegt. Was die Kinder in einem kleinen Bereich der Stadt tun, ist das tägliche Arbeitsumfeld der Mitarbeitenden des Fachbereichs Abfallwirtschaft und Straßenreinigung, der zum Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) gehört. Bei ihrem Rundgang durch das weitläufige Areal nahe des Hanauer Hauptbahnhofs, den Andreas Schneider für sie organisiert hatte, erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie viel Aufwand tatsächlich hinter dem Themenkomplex Straßenreinigung und Müllentsorgung steckt. "Das Team der Abfallwirtschaft besteht aus 65 Mitarbeitenden", sagte Frank Leonhardi, vor Ort zuständig für den Themenbereich Containerdienst. Diese leeren auch bei Regen, Schnee und – wie aktuell – Hitze Mülltonnen und fahren große Fahrzeuge durch den Hanauer Straßenverkehr.

Wie die Kinder lernen, kommt dabei eine ganze Menge Müll zusammen: Rund 37.000 Tonnen sammelt HIS pro Jahr. Allein 20.000 Tonnen entfallen auf Restmüll. "Und was passiert mit dem ganzen Müll?", möchte ein Mädchen wissen. "Ein Großteil wird direkt im Sammelfahrzeug zu den kommunalen Entsorgungsanlagen gebracht", erklärt Leonhardi. Wenn möglich wird der Abfall dann recycelt. Rund 13.000 Tonnen Abfall werden zudem direkt im Betriebshof an der Daimlerstraße umgeschlagen.

Damit alle Stoffe genau dort ankommen, wo sie hin sollen, verfügt HIS über einen großen Fuhrpark. 21 Fahrzeuge werden im Bereich Abfallwirtschaft eingesetzt, darunter überwiegend große LKW, seit neustem aber auch kleinere, wendigere Engstellen-Müllfahrzeuge, mit denen HIS auch in schmalen Gassen eine Abholung bewerkstelligen kann. Eine Frage interessiert dann vor allem die Jungs, als eine der kompakteren Kehrmaschinen über den Hof fährt: "Was kostet denn so ein Fahrzeug überhaupt?" Leonhardi setzt zu einem Vergleich an: "Für das Geld, das eine dieser Kehrmaschinen kostet, könntet ihr auch eine voll ausgestattete Luxuslimousine kaufen."

Die Fahrer gehen entsprechend sorgsam mit ihrem Arbeitsgerät um und reinigen die Fahrzeuge gewissenhaft täglich am Ende einer Tour. Dennoch bleibt es nicht aus, dass Reparaturen durchgeführt oder Verschleißteile ersetzt werden müssen. Leonhardi führt die Jugendlichen daher auch in die große Werkstatt auf dem Gelände. Dort können viele Arbeiten direkt vor Ort erledigt werden. "Wir setzen hier auf speziell ausgebildete Mechatroniker, die sich mit diesen Fahrzeugen auskennen."

Nur ein Gebäude weiter erfahren die Kinder, dass noch ein weiteres Spektrum zum Aufgabenbereich von HIS zählt: Die große Lagerhalle ist fast bis unters Dach mit Splitt gefüllt. Daneben befindet sich ein hohes Salzlager. "Im Winter sind die Kolleginnen und Kollegen also auch dafür da, die Straßen von Eis zu befreien und dafür zu sorgen, dass die Menschen gefahrlos über die Gehwege laufen können", erklärt Leonhardi.

Von der Frage, was die Kinder denn eines Tages arbeiten wollen, sind sie selbstverständlich noch einige Jahre entfernt. Dennoch stellen sie fest: Die Möglichkeiten, die sich im Bereich Abfallwirtschaft bieten, sind deutlich größer, als sie erwartet hatten. Vor Ort arbeiten Mechaniker, Müllwerker, Straßenreiniger, Fahrer und Verwaltungskräfte. Ein Kind möchte wissen, was man lernen muss, um hier zu arbeiten. "Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist in der Verwaltung erforderlich und in den übrigen Bereichen natürlich wünschenswert. Die meisten, die bei der Müllabfuhr arbeiten, haben einen handwerklichen Beruf gelernt. Es gibt aber auch einige Fahrer, die einen Quereinstieg ohne Ausbildung geschafft haben", erläutert Leonhardi.

Am Ende ihrer Führung über den Wertstoffhof sind die 22 Kinder um viele Erfahrungen reicher – und erhalten als kleines Dankeschön für ihre Neugier und Aufmerksamkeit auch noch ein kleines Präsent. Leonhardi überreichte ihnen allen eine Miniatur-Mülltonne, gefüllt mit einigen Süßigkeiten.

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Bei ihrem Besuch lernten die Schüler der Heinrich-Heine-Schule nicht nur, wie viel Aufwand hinter der Beseitigung von Abfall steht. Auch erfuhren sie, wie viele verschiedene Berufe vor Ort ausgeübt wurden – darunter auch das Berufsfeld der Automechanik und -mechatronik.

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