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Zentrales Thema der Veranstaltung war die Sichtbarkeit und Sichtbarmachung von Religion im öffentlichen Raum. Delegierte von über 30 interreligiösen Dialoginitiativen aus ganz Deutschland waren präsent. Für den Runden Tisch der Religionen Hanau war Dr. Ralf Grünke vor Ort.

„Der Bundeskongress bietet Gelegenheiten, Ideen und Erfahrungen miteinander auszutauschen. Die Räte und Runden Tische der Religionen sind vor Ort unterschiedlich aufgestellt, Herausforderungen und mögliche Lösungen ähneln sich“, meint Dr. Grünke, der am Runden Tisch der Religionen in Hanau die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage vertritt.

Auch andere Delegierte freuten sich über die im Laufe der Jahre geknüpften Kontakte und Einblicke in die Arbeit der anderen Städte. „Die Idee eines Gartens der Religionen ist vom Bundeskongress in Essen aus durch die ganze Republik gewandert – wunderbar!“, erinnert sich Prof. Dr. Joachim Valentin vom Rat der Religionen Frankfurt an die Tagung vom vergangenen Jahr.

Beim Kongress in Berlin legte Prof Dr. Riem Spielhaus dar, dass sich die These vom Verschwinden der Religion nicht erfüllt habe. Die Kriterien für „Sichtbarkeit“ müssten jedoch der veränderten, nicht mehr allein von den christlichen Kirchen dominierten Landschaft Rechnung tragen. Religion finde heute zum Beispiel verstärkt im Internet statt. Organisierte Religionsgemeinschaften verlören ihre absolute Deutungshoheit und ihre Bindungskraft.

Daher müsse auch nach Wegen gesucht werden, die im Grundgesetz jedem Einzelnen garantierte Religionsfreiheit unabhängiger von Organisationsformen zu gewährleisten. Es sei vor allem ein Auftrag an den Staat, sein Bild der Religionen und ihrer Rolle innerhalb der Zivilgesellschaft neu zu bestimmen, so die Islamwissenschaftlerin in ihrem Vortrag.

Die Delegierten wählten in Berlin einen neuen Sprecher*innenrat. Ihm gehören Dr. Michael Bäumer und Jan Aaron Hammel aus Berlin, Prof. Dr. Joachim Valentin aus Frankfurt am Main, Prof. Dr. Wolfgang Reinbold und Dr. Hamideh Mohagheghi aus Hannover sowie Ahmad Alhamwi und Maria Adela Salinas aus Münster an.

Der diesjährige Veranstaltungsort sollte den Anspruch des Kongresses unterstreichen, als bundesweiter Zusammenschluss lokaler interreligiöser Dialoginitiativen Ansprechpartner für die Bundespolitik zu sein. Der nächste Bundeskongress der Räte der Religionen ist für den 10. und 11. September 2023 in Münster geplant. Dort findet im kommenden Jahr das 375. Jubiläum des Westfälischen Friedens von 1648 statt.

Wo immer möglich, sollen zwischen den Tagungen Begegnungsmöglichkeiten genutzt, gegenseitige Besuche gefördert und weitere Zusammenschlüsse der Räte der Religionen auf Landesebene stärker in den Blick genommen werden.

Der Bundeskongress der Räte der Religionen wurde vom Bundesministerium des Innern aus Mitteln der Deutschen Islamkonferenz und von der Dr. Buhmann-Stiftung für interreligiöse Verständigung gefördert.

bkrrberlin az


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