„Sämtliche Talente bestmöglich fördern“

Große Fensterfronten dominieren das äußere Erscheinungsbild des neu sanierten Werkstattgebäudes. Davor befindet sich der neu gestaltete Innenhof der Ludwig-Geißler-Schule.

Hanau
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Ein seit langem geplantes Bauprojekt hat in dieser Woche seinen Abschluss gefunden: Der dritte und letzte Bauabschnitt zur Modernisierung der Werkstätten an der Ludwig-Geißler-Schule ist erfolgreich beendet worden.

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In einer kleinen Feierstunde stellten die Stadt Hanau und der Main-Kinzig-Kreis gemeinsam die Ergebnisse der Bauarbeiten vor.

Bereits im Jahr 2014 hatte sich eine Jury darauf verständigt, dem Architekturbüro CNK Hanau den Zuschlag zu erteilen und den eingereichten Entwurf entsprechend umzusetzen. In drei Bauabschnitten wurden dabei ein neues Werkstattgebäude errichtet, das bestehende Werkstattgebäude saniert und auch die Außenanlage neugestaltet. Hierzu müsste überdies die bestehende Sheddachhalle abgerissen werden. Die Maßnahmen wurden im Zuge des Schulentwicklungsplans der berufsbildenden Schulen der Stadt Hanau und des Main-Kinzig-Kreises umgesetzt.

"Wir sind froh, dass diese Baumaßnahmen nun endlich abgeschlossen sind. Und ich glaube, Ihnen allen ging es wie mir: Es ist schon beeindruckend, wenn man den neuen Schulhof betritt und die fertigen Gebäude vor Augen hat", sagte Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD) in seiner Begrüßungsrede. Ein neu gebautes Werkstattgebäude war bereits im Juli 2018 fertiggestellt worden. Im Juli 2019 begannen dann die Sanierungsarbeiten am bestehenden Werkstattgebäude, ehe im Juli 2021 auch die Neugestaltung des Innenhofs anstand. Letzte Restarbeiten wurden im April 2022 fertig gestellt.

"Diese umfangreichen Bauarbeiten waren ein großes Projekt. Dieses haben wir zu einem Zeitpunkt angestoßen, als bereits klar war, dass wir auf einen großen Fachkräftemangel zusteuern", sagte Weiss-Thiel, auch im Namen von Kreis-Schuldezernent Winfried Ottmann (CDU), der nicht an der Feierstunde teilnehmen konnte. "Uns war es insofern also auch wichtig zu vermitteln: Jeder junge Mensch ist ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft und wir möchten sämtliche Talente bestmöglich fördern." Rund elf Millionen Euro haben die Verantwortlichen am Ende für diese Mission aufgewendet.

"Wir sind äußerst dankbar und beeindruckt davon, dass unsere Schule dem Verband der berufsbildenden Schulen der Stadt Hanau und des Main-Kinzig-Kreises so viel Geld wert gewesen ist. Das, was hier am Ende entstanden ist, sucht in ganz Hessen seinesgleichen", ergänzte Schulleiter Christof Glaser. "Die Schülerinnen und Schüler profitieren immens vom investierten Geld. Im Unterricht können wir sie nun noch gezielter auf eine Ausbildung oder eine duale Ausbildung vorbereiten." Im Anschluss an die Grußworte hatten die Anwesenden die Möglichkeit, die frisch sanierte Werkstatt zu besichtigen. Dort entstanden neue, energetisch ertüchtigte und dank großer Fensterfronten sehr einladende sowie helle Arbeitsräume. Sie ermöglichen eine den heutigen Ansprüchen gerecht werdende Nutzung für die Holz- und Metallverarbeitung. Entsprechend kann dort mit modernsten Geräten unter anderem gebohrt, geschweißt, gefräst und lackiert werden.

Mit dieser Maßnahme ist die Gesamtmodernisierung der Ludwig-Geissler-Schule noch nicht abgeschlossen: Im Investitionsprogramm steht nun die Grundsanierung des zentralen Bauteils B an. Hier stehen Brandschutz, energetische Modernisierung und Anpassung der Raumstrukturen an moderne Unterrichtserfordernisse im Vordergrund. Hierfür sind vorläufig sieben Millionen Euro schrittweise für die nächsten Jahre im Investitionsplanung veranschlagt.

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Schulleiter Christof Glaser, Leiter des Bauausschusses Dietmar Braun, Architekt Ulrich Wagner, Leiterin des städtischen Eigenbetriebes Immobilien- und Baumanagement Hiltrud Herbst, Schulfachliche Aufsichtsbeamtinn des staatlichen Schulamts für den Main-Kinzig-Kreis Sabine Butzke, Bürgermeister Axel Weiss-Thiel sowie Leiter des Schulamts Hanau Frank Bornmann (von links) zerschnitten während der feierlichen Eröffnung das rote Band inmitten der frisch sanierten Werkstatt der Ludwig-Geißler-Schule.

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Im sanierten Werkstattgebäude entstanden neue, energetisch ertüchtigte und dank großer Fensterfronten sehr einladende sowie helle Arbeitsräume, die mit neuen Geräten ausgestattet wurden.

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Große Fensterfronten dominieren das äußere Erscheinungsbild des neu sanierten Werkstattgebäudes. Davor befindet sich der neu gestaltete Innenhof der Ludwig-Geißler-Schule.