Kaminsky: Kurswechsel in der Schnakenbekämpfung

Hanau

"Die Stadt Hanau kann die Menschen, die unter der derzeitigen Mückenplage leiden, nicht alleine lassen und wird daher einen Kurswechsel in der Schnakenbekämpfung vollziehen", hat Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky angekündigt.

Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis
Vorsprung - WhatsApp Kanal

Schon von kommenden Dienstag, 25. Juni, an soll das Bekämpfungsmittel mit dem biologischen Wirkstoff Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) in Tablettenform gratis im Rathaus-Stadtladen erhältlich sein, damit Bürgerinnen und Bürger sich damit für Zysternen, Wassertonnen und Teiche ohne Fischbesatz versorgen können. Zudem will die Stadt in Feuchtgebieten, wo sich durch hohen Wasserstand die Schnaken stark vermehrt haben, das Bti händisch ausbringen lassen.

Kaminsky kündigte an, das Thema Schnakenbekämpfung am Montag auf die Tagesordnung des Magistrats zu setzen. Dabei werde die städtische Abteilung Umwelt- und Naturschutz berichten, wie sie in den kommenden Tagen im Detail bei der Schnakenbekämpfung vorgehe. Fest stehe schon jetzt, dass im zuständigen Dezernat die bisherige Haltung zum Bti-Einsatz "grundsätzlich aufgegeben wird".

Das Bti in Feuchtgebieten per Hand auszubringen und das biologische Mittel Bürgerinnen und Bürgern "für den verantwortungsvollen Privatgebrauch" zur Verfügung zu stellen, das werde "hoffentlich schon rasch zu einer Milderung der Mückenplage führen", so Kaminsky. Dieser Einsatz sei auch deswegen ratsam, weil "weitere Schnakenwellen" in diesem Sommer nicht ausgeschlossen werden könnten und es nun gelte, die nächste Mückengeneration zu vermeiden. Für den Einsatz in Feuchtgebieten bemühte sich die Stadt am Freitag bereits um die notwendige Genehmigung des Regierungspräsidiums. Ist die erfolgt, will Hanaus OB auch freiwillige Feuerwehrleute in die Bti-Aktion einbinden, entsprechende Gespräche hat er bereits geführt.

Kaminsky hebt hervor, dass er sich in der Frage der Schnakenbekämpfung mit dem neuen Stadtrat Andreas Kowol abgestimmt habe. Das sei nicht nur wegen der künftigen Zuständigkeit Kowols für den Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service angebracht, der für die städtischen Grünflächen zuständig ist. Vielmehr verfüge Kowol auch über Erfahrung in der Schnakenbekämpfung im Rheingau. Kowol habe ihn im Ziel bestärkt Bti einzusetzen.

Nach Darstellung der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur biologischen Stechmückenbekämpfung (KABS) ist das Bti ein bodenlebendes Bakterium, das ein Fraßgift produziert, welches in der Lage ist, Larven von Stechmücken und wenigen anderen Familien der Zweiflügler abzutöten. Aufgrund seiner hohen Selektivität, die im wesentlichen auf dem komplizierten Zusammenspiel von Verdauungsenzymen und Rezeptorproteinen der Mückenlarven basiert, stellt die Anwendung von Bti die bislang umweltschonendste Methode der Stechmückenbekämpfung dar.


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


Thermo Sun
Harth & Schneider
VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG
Sturmius Dehm Brennholz GmbH

online werben

Höfler Fenster
Autohaus Koch
Autohaus Nix
Messe Wächtersbach
CID

vogler banner

Evonik

vogler banner

Online Banner 300x250px MoPo 2