Kein neues Bühnensystem: Förderbescheid für Brüder-Grimm-Festspiele fehlt

Hanau
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Erstmalig in ihrer Geschichte haben die Brüder-Grimm-Festspiele im Rahmen des Programms „KulturInvest“ eine Förderung des Bundes in Höhe von 500.000 Euro für die Beschaffung eines wiederverwendbaren und nachhaltigen Bühnensystems erhalten.



Dies war auch dem hartnäckigen Einsatz des Hanauer Bundestagsabgeordneten Lennard Oehl (SPD) zu verdanken, der sich bei den Haushältern in Berlin für die Förderung eingesetzt hatte. Durch den verspäteten Beschluss des Bundeshaushaltes 2024 kam es allerdings zu Verzögerungen und die Anschaffung eines neuen Bühnensystems bereits zur diesjährigen Saison wurde unmöglich. Deshalb traf sich Lennard Oehl kürzlich mit Frank-Lorenz Engel, dem Intendanten der Brüder Grimm Festspiele, um sich zum aktuellen Stand auszutauschen. Beide machten sich zudem ein Bild von den aktuellen Bühnenaufbauarbeiten im Hanauer Amphitheater, wo derzeit die Vorbereitungen der neuen Spielzeit im vollen Gange sind.

„Seit Beginn meiner Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter setze ich mich für eine Bundesförderung der Brüder Grimm Festspiele in Hanau ein. Hier wird in mehrfach preisgekrönter Weise das Werk der Brüder Grimm und mittlerweile auch weiterer Zeitgenossen auf die Bühne gebracht und vielen Menschen aus der Region und darüber hinaus näher gebracht. Die Freude war im vergangenen Jahr deshalb groß, als die Festspiele erstmalig mit einer Bundesförderung bedacht wurden“, erläutert Oehl. Auch er teile das Bedauern von Frank-Lorenz Engel und Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD), dass der Förderbescheid nicht eingegangen sei und so eine Anschaffung eines neuen Bühnensystems für die 40. Jubiläumsspielzeit in diesem Jahr verhindert wurde.

„Ich werde mich im Rahmen meiner Möglichkeiten dafür einsetzen, dass die Förderung rechtzeitig kommt, damit für die Spielzeit 2025 das neue und wiederverwendbare Bühnensystem angeschafft werden kann“, so der Bundestagsabgeordnete.

Darüber hinaus will sich Lennard Oehl aber auch weiterhin für eine institutionelle und damit mehrjährige Förderung der Brüder Grimm Festspiele von Bundesseite aus einsetzen: „Die Festspiele in Bad Hersfeld weisen weniger Neuproduktionen und nur geringfügig mehr Zuschauer auf, trotzdem erhalten sie jährlich fast 900.000 Euro Bundesförderung, während die Hanauer Festspiele bislang leer ausgingen. Das finde ich nicht gerecht und es gehört zu meinen Zielen dies zu ändern, damit die künstlerische Leistung, die hier Jahr für Jahr erbracht wird, entsprechend gewürdigt wird.“ 

bruederophlgrimm az


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