Neue Kooperation für Kinder- und Jugendarbeit

Hanau
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Der Magistrat der Stadt Hanau stimmte jüngst einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Kathinka-Platzhoff-Stiftung und dem Amt für Soziale Prävention zu.



Die Vereinbarung bezieht sich auf die Einrichtungen „MiTTENDRiN im Regenbogenhaus“ (Büdinger Straße) und „MiTTENDRiN“ (Alfred-Delp-Straße), die von der Kathinka-Platzhoff-Stiftung betrieben werden.

Die Zusammenarbeit ist vorerst für die Zeit vom Januar 2024 bis Dezember 2028 vorgesehen. Die Stadtverordnetenversammlung wird am Montag, 27. Mai 2024, abschließend über die Vorlage entscheiden. "Durch die Übernahme des Regenbogenhauses durch die Kathinka-Platzhoff-Stiftung zum 1. Februar 2024 und unsere Unterstützung der in beiden MiTTENDRiN-Einrichtungen stattfindenden sozialen Arbeit mit Kindern, spart die Stadt Hanau rund 75.000 Euro im Jahr an Kosten im Vergleich zu den Vorjahren. Das ist Geld, das wir wiederum an andere Stelle, wie beispielsweise dem neuen Jugendzentrum im Hans-Böckler-Haus, in unsere Kinder- und Jugendarbeit investieren können", rechnete Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri (SPD) vor. Somit sei die Kooperation lohnend für alle Beteiligten: Die Kathinka-Platzhoff-Stiftung, die durch die Kooperation in den MiTTENDRiN-Einrichtungen wichtige soziale Arbeit leisten könne, die Kinder, die dort Unterstützung erhielten und die Stadt Hanau, die insgesamt mehr Angebote für Kinder und Jugendliche ermöglichen und auf die professionelle soziale Arbeit der Stiftung zählen könne.

Die Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt und Stiftung sieht einen jährlichen Zuschuss zu den Personalkosten von 25.000 Euro pro Einrichtung vor. Ebenfalls zahlt das Amt für Soziale Prävention die Miet- und Nebenkosten für das Regenbogenhaus in Höhe von monatlich 1164 Euro. Der Zuschussbetrag beläuft sich somit insgesamt jährlich auf knapp 64.000 Euro. Die Immobilie "Regenbogenhaus" wurde kurz vor Übernahme durch die Stiftung durch den städtischen Eigenbetrieb Immobilien- und Baumanagement für rund 16.000 Euro saniert.

"Das Regenbogenhaus im Stadtbezirk Nordwest wurde knapp 30 Jahre lang durch die evangelische Kirche für Grundschüler genutzt, die dort Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote erhielten", erläutert Bürgermeister Bieri. Die Stadt habe sich zuletzt mit 80 Prozent an den Betriebskosten beteiligt, bis zur Schließung von Seiten der evangelischen Kirche im Oktober 2022. Die Kathinka-Platzhoff-Stiftung bot im Sommer 2023 an, das Haus als weitere "MiTTENDRiN–Einrichtung" zu betreiben. Die Einrichtung "MiTTENDRiN im Regenbogenhaus" wurde zum 1. Februar 2024 durch die Stiftung eröffnet. "Das Konzept ähnelt den vorherigen Angeboten der evangelischen Kirche, setzt aber verstärkt auf eine enge Zusammenarbeit mit den Sorgeberechtigten, der Erich-Kästner-Schule, der Kirche der Nazarener, dem Mehrgenerationshaus, der Kita "Fallbach" und weiteren Akteuren im Stadtteil sowie erforderlichen sozialen Diensten", so Bieri. Die Einrichtung "MiTTENDRiN im Freigerichtviertel" arbeitet seit 2017 erfolgreich nach dieser Konzeption und bietet zusätzlich in den Räumlichkeiten Logopädie-Therapie und Lernbegleitung in der Anne-Frank-Schule an.
Daniel von Hauff, Geschäftsführer der Kathinka-Platzhoff-Stiftung, dankt der Stadt Hanau besonders für Bereitstellung des Regenbogenhauses mit seinem Garten: "Mit diesem weiteren Baustein in der sehr guten Zusammenarbeit von Stadt und Stiftung, haben wir die Möglichkeit, das  - bereits bewährte - Konzept "MiTTENDRiN" in einem weiteren Stadtteil anzubieten und darüber hinaus in dem wunderbaren Außengelände Projekte für Kinder und Jugendliche im Quartier umzusetzen."

Die Kathinka-Platzhoff-Stiftung, eine gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Hanau und Mitglied der Diakonie Hessen, fördert und begleitet seit vielen Jahren in Hanau Familien, Kinder und Jugendliche in verschiedenen Einrichtungen zur Kinder- und Jugendbetreuung, einer Bildungseinrichtung sowie durch Projekte und Veranstaltungen. Darüber hinaus besteht von Seiten der Stiftung ein umfangreiches Angebot für Seniorinnen und Senioren sowie Bildungsangebote für alle Generationen. "Durch die engere Kooperation besteht die Möglichkeit die soziale Teilhabe und die Bildungs- und Entwicklungschancen für Kinder und Jugendliche in den zwei Quartieren weiterhin zu fördern und zu erhöhen", erläutert Bürgermeister Bieri.

Die beiden "MiTTENDRiN" - Einrichtungen bieten für jeweils 15 bis 20 Kinder aus prekären Lebenssituationen im Alter von sechs bis 14 Jahren ein tägliches festes Gruppenangebot. Die Schulkinder erhalten dort täglich ein Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote. Das Angebot ist für die Kinder und deren Eltern kostenfrei. Darüber hinaus gibt es ein enges Netzwerk der Kooperation mit den Sorgeberechtigten, den Grundschulen, weiteren sozialen Diensten und Einrichtungen im jeweiligen Stadtteil. Die Plätze werden nach pädagogischer Notwendigkeit durch die Stiftung vergeben. Platzanfragen und Empfehlungen durch die jeweilige Grundschulen, den Kommunalen Sozialen Dienst (KSD), Stadtteilzentrum bzw. Mehrgenerationenhaus und ähnlichen Einrichtungen sind ausdrücklich erwünscht.


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