Fronleichnam: Feiertagsgedanken von Dechant Andreas Weber

Hanau
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Fronleichnam: Feiertagsgedanken von Dechant Andreas Weber aus Hanau hat seine Feiertagsgedanken zu Fronleichnam mit „Du gehst mit!“ überschrieben. "'Du gehst mit!' – Das Leitwort des Fronleichnamsfestes in Hanau kann in zwei Richtungen verstanden werden: Als Zusage an jeden persönlich und als Hinweis, dass Gott in Jesus Christus auf unserem Weg mitgeht", so Weber.



Und weiter: "Eine helle Scheibe Brot – klein und bescheiden – umrahmt von Kostbarkeiten: Gold, Silber, Edelsteine – ein rundes Glasfenster lässt den Betrachter durchblicken auf die Mitte. Gemeint ist die Monstranz, ein wertvolles Zeigegerät. Das menschlich gesehen Wertvollste verwendeten Künstler, um das zu fassen, was sie sich gar nicht kostbarer vorstellen konnten: Das Allerheiligste, den Leib Christi, einfaches Brot – gewandelt durch die Kraft Gottes und durch die seit den Zeiten der Apostel durch die Priesterweihe übertragene Vollmacht des Priesters. Ein Geschenk aus dem Abendmahlssaal von Jesus Christus selbst: Am Abend vor seinem Leiden nahm Jesus Brot und Wein und sprach: „Das ist mein Leib! – Das ist mein Blut! – Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ Die Eucharistie – die große Danksagung bewahrt die Katholische Kirche als Sakrament und als wertvollsten Schatz - als äußeres Zeichen für die innere Gegenwart Gottes in Jesus Christus - kostbar und einzigartig. Der in den Himmel aufgefahrene, auferstandene Herr bleibt durch die Sendung des Heiligen Geistes an Pfingsten gerade im Zeichen dieses gewandelten Brotes anwesend. Das Fronleichnamsfest (übersetzt aus dem Mittelhochdeutschen heißt: Fest des Heiligen Leibes und Blutes des Herrn) feiert diesen Glauben an die wirkliche Gegenwart Jesu in dem gewandelten Brot sichtbar nach außen in großer Festlichkeit.

Die Gemeinschaft der Gläubigen bleibt an diesem Tag nicht in den engen Mauern der Kirche, sondern drängt mit Gebeten und Gesängen, mit Fahnen und Weihrauch nach draußen: In den Messfeiern unter freiem Himmel, auf den großen Plätzen unserer Städte und Ortschaften, bei den schönen Prozessionen. Gott zieht mit uns – auf all unseren Lebenswegen, durch Höhen und Tiefen - er ist mitten unter uns wirklich da und erreicht die Menschen mit seiner Nähe und seinem Segen.

Auch in Hanau wird in der Eucharistiefeier auf dem Marktplatz eine große Hostie mehr gewandelt, die nicht an die Gläubigen verteilt, sondern in der Monstranz sichtbar für alle gezeigt und unter großer Verehrung durch die Straßen getragen wird. Die Teilnahme der Gemeinden anderer Muttersprachen erinnert gerade in Hanau an die bunte Weltkirche. Nach altem Brauch macht die Prozession an vier Stationen Halt. Hier hört die Gemeinde jeweils einen Abschnitt aus den vier Evangelien und trägt Gott feierlich wichtige Fürbitten und Anliegen in der jeweiligen Muttersprache vor. Der Priester spendet den Segen in alle vier Himmelsrichtungen mit dem Allerheiligsten. Eine Station ist in diesem Jahr wieder an der Wallonisch-Niederländischen Kirche – in ökumenischer Verbundenheit mit den Gemeinden der Reformation. Jesus Christus geht mit uns – wir gehen mit ihm. Eigentlich wunderbar, dass unsere staatliche Gemeinschaft dieses große Glaubensfest auch durch einen arbeits- und schulfreien Feiertag schützt und ehrt. 'Du gehst mit?!'"


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