Zonta-Club spendet 7.500 Euro für Kinder und Jugendliche mit Behinderung

Freude über die Spende (von links): Claudia Borowski, Präsidentin Zonta-Club Hanau; Schwanennest-Betriebsleiterin Annette Leske, Renate Lehr-Bracker, Verena Reelfs, Beate Funck-Flaum und Mareike Meister, Geschäftsführerin der BWMK gGmbH.

Hanau
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Er begleitet durch das Jahr und bereitet beim Anschauen immer wieder Freude: Der liebevoll gestaltete Wandkalender des Zonta-Clubs Hanau.

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Der Kunstkalender erfüllt jedoch noch weitere Zwecke: Der Verkaufserlös kommt sozialen Projekten oder Einrichtungen zugute. Diesmal wurde eine Summe in Höhe von 7500 Euro an das Schwanennest An der Pumpstation in Kesselstadt gespendet. Das Schwanennest ist ein Haus zur Kurzzeitbetreuung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen. 2011 wurde es vom BWMK (Behinderten-Werk Main-Kinzig) an seinem ursprünglichen Standort in der Feuerbachstraße in Hanau eröffnet. „Wegen der hohen Nachfrage nach den Betreuungsplätzen haben wir bald an der Erweiterung gearbeitet“, erklärte Betriebsleiterin Annette Leske den Vertreterinnen des Zonta-Clubs.

Mit Unterstützung der Investorenfamilie Hain/Mahns konnte auf dem Gelände der ehemaligen Pumpstation in Hanau ein Neubau errichtet werden, der 2018 eröffnet wurde. Aktuell umfasst das Schwanennest an der Pumpstation drei Bereiche: Kurzzeitbetreuung, Wohn-Plätze für Kinder und Jugendliche aus dem Autismus-Spektrum sowie Hortbetreuung. Zusätzlich wurde das BWMK mit der Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung betraut, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihrer Familie bleiben können.

„Die jungen Gäste sollen sich bei uns so wohl wie möglich fühlen. Dazu gehört auch, dass sie den Tagesablauf und die Freizeitaktivitäten mitbestimmen können“, so Leske. Das Schwanennest habe den Charakter eines Kinder- und Jugendlichen-Hotels. Es gehe immer darum, die jungen Leute so zu betreuen und zu unterstützen, dass sie möglichst selbstständig am Leben teilnehmen könnten. Das gelte nicht nur für Alltagstätigkeiten, sondern auch für Ausflüge wie zum Beispiel in die Fasanerie oder zum Wochenmarkt, gemeinsames Spielen, Basteln, Backen oder Kochen.

Das Angebot des Schwanennests sei für Familien und Angehörige, aber insbesondere auch für alleinerziehende Eltern eine große Hilfe. Da es sich bei den Alleinerziehenden meist um Frauen handelt, entschloss sich der Zonta-Club Hanau, hier Unterstützung zu leisten. Bei Zonta International (ZI) handelt es sich um einen Zusammenschluss berufstätiger Frauen in verantwortungsvollen Positionen. Ihr gemeinsames Ziel: die Lebenssituation von Frauen im rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und beruflichen Bereich zu verbessern.

„Wir erleben, wie wichtig die Arbeit des Schwanennests ist und sind froh, dass der Erlös aus dem Verkauf unseres Kalenders direkt bei den Menschen mit Unterstützungsbedarf ankommt“, so Club-Präsidentin Claudia Borowski. Die Spende des Zonta Clubs Hanau fließt in das Projekt SAM (Spezifische Angebote für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf). Konkret werden unterschiedliche Materialien wie Klang- und Tastobjekte, Leuchtkörper und Matten angeschafft, mit denen auch in Liegeposition gearbeitet werden kann. Es wird eine Sinnes- und Erlebnislandschaft geschaffen, in der Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen Angebote zur Kommunikation, Bewegung, Aktivität, aber auch zum Entspannen und zum Rückzug bekommen. Gleichzeitig lernt das begleitende Team, welche Unterstützung der jeweilige Mensch braucht, um sich in seinem Umfeld sicher zu fühlen und seine Kompetenzen einsetzen und entwickeln zu können.

Bereits mit Gründung des ersten Schwanennests sei von der Stiftung Behinderten-Werk eine Spendenkampagne gestartet worden, um einen Teil der Baukosten zu finanzieren, erläuterte Annette Leske. Das BWMK habe das Schwanennest seinerzeit auf eigenes wirtschaftliches Risiko gebaut. „Wir sind froh, dass die Spendenbereitschaft von Firmen, Service-Clubs und aus der Bevölkerung nach wie vor hoch ist“, unterstrich Leske. Denn für besondere Ausstattung, Therapiematerial und Spielgeräte, die an die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderungen angepasst sind, gebe es kein öffentliches Budget.

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Freude über die Spende (von links): Claudia Borowski, Präsidentin Zonta-Club Hanau; Schwanennest-Betriebsleiterin Annette Leske, Renate Lehr-Bracker, Verena Reelfs, Beate Funck-Flaum und Mareike Meister, Geschäftsführerin der BWMK gGmbH.


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