Hanau: Landesehrenbriefe für Heinz Frese und Irmgard Müller

Eine ganz besondere Überraschung bei der Jubiläumsfeier der Hanauer Hilfe: der hessische Justizminister Christian Heinz (CDU) und der Hanauer Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri (SPD) nutzten den Rahmen, um Heinz Frese und Irmgard Müller den Ehrenbrief des Landes Hessen zu überreichen. Quelle: Stadt Hanau /Moritz Göbel

Hanau
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Eine ganz besondere Überraschung hatten der hessische Justizminister Christian Heinz (CDU) und der Hanauer Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri (SPD) im Gepäck, als sie zur Jubiläumsfeier der Hanauer Hilfe kamen. Sie überbrachten nicht nur die Glückwünsche der Landesregierung und des Magistrats, sondern nutzten den Rahmen auch, um Heinz Frese und Irmgard Müller den Ehrenbrief des Landes Hessen zu überreichen. Beide haben maßgeblich zur Etablierung professioneller Opferhilfe in Deutschland beigetragen.

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"Es gehört zu den schönsten Aufgaben meines Amtes, wenn ich engagierten Menschen für ihren Einsatz öffentlich danken kann," so Dr. Bieri. Die Geehrten selbst würden oft das Rampenlicht scheuen und lieber im Hintergrund aktiv sein, aber mit der öffentlichen Anerkennung durch eine Auszeichnung wie den Landesehrenbrief gehe neben der Würdigung der Lebensleistung auch eine gewisse Vorbildfunktion einher. "Gerade nachfolgende Generationen brauchen das Vorbild des aktiv gelebten Ehrenamtes, um den gesellschaftlichen Stellenwert ermessen zu können und dann vielleicht selbst eine Aufgabe zu übernehmen."

Auch der Justizminister fand lobende Worte für den besonderen Einsatz der beiden Geehrten. "Die Hanauer Hilfe ist die erste professionelle Beratungsstelle für Opfer und Zeugen von Straftaten in Deutschland. Der Verein hat beim Opferschutz echte Pionierarbeit geleistet. Dies ist auch ein Verdienst von Heinz Frese und Irmgard Müller, die die Hanauer Hilfe entscheidend mitgeprägt haben. Herzlichen Dank für dieses langjährige Engagement, ich habe mich sehr darüber gefreut, dass beide heute mit Landesehrenbrief ausgezeichnet wurden", so Christian Heinz.

Heinz Frese, der heute in Wiesbaden lebt, hat sich neben seiner beeindruckenden Karriere, die ihn von 1964 bis 2000 als Richter an verschiedenen Gerichten, darunter das Landgericht Hanau, führte, verstärkt der Opferhilfe gewidmet und wichtige Impulse gegeben, die deutschlandweite Wirkung zeigten. Als Gründungsmitglied und seit Mai 1984 ununterbrochen 1. Vorsitzender der Hanauer Hilfe e.V. hat Frese entscheidend zur Entwicklung der ersten staatlich initiierten und professionell arbeitenden Opferberatungsstelle in Deutschland beigetragen. Unter seiner Führung erlangte die Hanauer Hilfe Modellcharakter und diente als Vorbild für ähnliche Einrichtungen bundesweit. Zudem war er Mitbegründer des "Arbeitskreises der Opferhilfen in Deutschland e.V." und des "Förderverein für die Hessischen Opfer- und Zeugenhilfen e.V.", wo er sich ebenfalls langjährig ehrenamtlich engagierte. Für seine Verdienste wurde ihm 2005 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Auch Irmgard Müller engagiert sich seit mehr als 20 Jahre für die Einrichtung. Die Fachanwältin für Familienrecht ist seit November 2003 ununterbrochen als Schriftführerin für die Hanauer Hilfe e.V. tätig. Neben Heinz Frese ist sie das langjährigste Vorstandsmitglied und hat maßgeblich zur organisatorischen und inhaltlichen Arbeit des Vereins beigetragen. Ihre ehrenamtliche Tätigkeit umfasst die Vertretung der Interessen des Vereins nach außen und innen, die Leitung von Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen sowie die Verantwortung für die Wirtschaftsplanung und Wirtschaftlichkeit der Einrichtung.

"Ihre unermüdliche und selbstlose Arbeit hat unzähligen Menschen in schwierigen Lebenslagen geholfen und ihnen neue Hoffnung gegeben. Ihr Engagement ist beispielhaft und eine Inspiration für uns alle," würdigte Bürgermeister Dr. Bieri den langjährigen und kontinuierlichen Einsatz von Heinz Frese und Irmgard Müller. Dabei betonte er auch die grundsätzliche Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für die Gesellschaft. "Sie beide verstehen Ihr Bürgersein nicht nur als Katalog von Rechten und Ansprüchen, sondern auch als Aufforderung – manche würden sogar sagen: als Verpflichtung –, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen." Eine Gesellschaft ohne Menschen, die sich so engagiert einbringen, könne nicht funktionieren. "Ihr Einsatz ist ein klares Bekenntnis zur Gemeinschaft, in der Sie und alle anderen gemeinsam leben. Mit Ihrem Wirken haben Sie zu einem menschlicheren und lebenswerteren Klima in der Stadt beigetragen. Dafür gebührt Ihnen unser aufrichtige Dank."

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Eine ganz besondere Überraschung bei der Jubiläumsfeier der Hanauer Hilfe: der hessische Justizminister Christian Heinz (CDU) und der Hanauer Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri (SPD) nutzten den Rahmen, um Heinz Frese und Irmgard Müller den Ehrenbrief des Landes Hessen zu überreichen. Quelle: Stadt Hanau /Moritz Göbel


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