Hanau: Nachhaltigkeitspreis für 14 Projekte

Hanau
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Zum mittlerweile achten Mal hat die Stadt Hanau in dieser Woche den alljährlichen Nachhaltigkeitspreis verliehen. Dabei wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 9.000 Euro ausgelobt. 14 der 38 eingereichten Projekte erhielten einen Geldpreis. Für alle weiteren Teilnehmenden gab es Bildungsgutscheine, die beim Umweltzentrum Hanau eingelöst werden können.

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In seiner Eröffnungsrede bedankte sich Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri (SPD) insbesondere bei Dr. Marion Beil, der Leiterin des städtischen Umweltzentrums, und ihrem Team. "Ihrer Organisation und Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass wir nunmehr zum achten Mal den Nachhaltigkeitspreis verleihen können. Sie zeichnen zudem dafür verantwortlich, dass in der Stadt Hanau bereits seit 2014 ein nachhaltiges Bildungsnetzwerk besteht, das Menschen, Institutionen, Vereine und Unternehmen zusammenbringt und schaffen damit einen Raum für die Konzipierung und Weiterentwicklung nachhaltiger Ideen. Nachhaltigkeit umfasst dabei weit mehr als die klassischen Themen des Umweltschutzes, sondern bezieht ebenso soziale und ökonomische Aspekte, die für gute Lebensbedingungen wichtig sind, mit ein", betonte Bieri.

Auch die Teilnehmerliste des Nachhaltigkeitspreises war breit gefächert: Die insgesamt 38 Einreichungen stammten sowohl von Einzelpersonen als auch von Schulen, Unternehmen, Einrichtungen, Vereine und weiteren Institutionen. Die Projekte deckten dabei die große Bandbreite der Nachhaltigkeit ab und beinhalteten unter anderem Projekte zu Müllvermeidung, Stärkung der Biodiversität oder auch Lernkonzepte für mehr Umweltbewusstsein.

Ein kurzes Grußwort aus Wiesbaden überbrachte Jurymitglied Silvia Fengler vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat. Sie unterstrich, dass die Stadt Hanau, ebenso wie das Land Hessen, eine nachhaltige Entwicklung sehr ernst nehmen. "Nachhaltigkeit ist als Ziel in der Hessischen Verfassung festgeschrieben. Der Hanauer Nachhaltigkeitspreis zeigt dabei auf, dass es bereits jetzt ein großes gesellschaftliches und kommunales Engagement gibt, um dieses Ziel zu erreichen", so Fengler.

Als erstes wurde der Gartenpreis durch die Stadt Hanau verliehen. Die fachkundige Jury entschied sich mit Heidrun Quintino und Ann-Sofie Henryson gleich für zwei erste Plätze. Beide Gärten zeichneten sich durch eine naturnahe Gestaltung aus. Während Henryson einen Nutzgarten entwarf, bestach das Projekt von Quintino durch seine Funktion als Permakultur-Schaugarten für Besucherinnen und Besucher sowie als Veranstaltungsort für Kurse und Workshops im Grünen. Beide erste Plätze erhielten einen Scheck in Höhe von 350 Euro. Jeweils 150 Euro erhielten zudem Doris Schiftner und Familie Graf-Landwehr. Überdies erhielt Gabriele Schaar-von Römer einen Sonderpreis in Form eines 50-Euro-Gutscheins für den schönsten Balkon.

Anschließend wurde der Medien- und Kreativpreis, ebenfalls durch die Stadt Hanau gestiftet, verliehen. Für diesen konnten Interessierte im Vorfeld online abstimmen. Der erste Platz sowie 500 Euro gingen dabei an die Ludwig-Geißler-Schule für ihr Projekt "LGS Daumen hoch für bio-pflanzlich". Schülerinnen und Schüler waren in einer Challenge dazu aufgerufen, zehn bio-vegane Produkte zu testen, die sie bislang noch nicht kannten und zum Beweis ein Foto mit "Daumen hoch" einzusenden. Dabei gab es auch etwas zu gewinnen. Das Projekt sollte vor allem das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit in der Wahl der Speisen schaffen. Den zweiten Platz (300 Euro) belegte die Otto-Hahn-Schule mit dem Projekt "Mobility Future in Hanau", für das eine sechste Klasse einen (Miniatur-)Schulbus mit emissionsarmer Brennstoffzelle entwickelt und dazu auch ein Dokumentationsvideo gedreht hatte. Der dritte Platz (200 Euro) ging an die TU Darmstadt. Die Studentinnen Sophie Zindler und Anna-Lisa Thorn hatten während eines Seminars unter dem Titel "Lauschplätze" Hörspiele und Audioguides erstellt, die zum spielerischen Entdecken der Kinzugaue einladen sollen.

Die dritte Kategorie, in der der Nachhaltigkeitspreis in diesem Jahr verliehen wurde, war der Publikumspreis. Auch hier konnte im Vorfeld online über die Sieger abgestimmt werden. Den ersten Preis (500 Euro) erreichte abermals die Ludwig-Geißler-Schule, in diesem Fall für ihren "Tiny Forest". Hierzu hatten das Lehrerkollegium sowie Schülerinnen und Schüler einen grünen Ort in der Stadt geschaffen und dazu 600 Pflanzen, darunter auch Bäume und Sträucher, gesetzt. Künftig werden sich die Schülerinnen und Schüler um die Pflanzenpflege kümmern. Der zweite Platz (300 Euro) ging an die Mädchenrealschule St. Josef, die am "Josefstag 2024" soziale und ökologische Projekte an ihrer Schule umsetzte. Upcycling, Mülltrennung, Pflege des Schulgartens und andere Maßnahmen sollen mehr Nachhaltigkeit schaffen. Der dritte Platz (200 Euro) ging an die Blühfeld-Initiative Hirzbach e.V., die im Hammersbacher Ortsteil Langenbergheim eine neue dauerhafte Blühwiese anlegte.

Zuletzt wurde noch der Jurypreis verliehen. Mit insgesamt 6.000 Euro werden dabei Projektideen gefördert, die sich noch in der Planungsphase befinden. Der erste Platz (2.500 Euro) ging dabei an den Trägerverein Bibliothek Großauheim e.V. für die "Bibliothek der Dinge". Ganz im Zeichen des nachhaltigen Konsums soll es möglich sein, (Alltags-)Gegenstände auszuleihen und zu testen. Auch sollen Energiepakete zu verschiedenen Themen, darunter "Energie sparen" und "richtig Heizen" verfügbar sein. Den zweiten Platz (1.500 Euro) belegte Fridays for Future mit dem Projekt "Solarcamp for Future". Geplant ist ein zweiwöchiges Camp, bei dem ein einfacher Einstieg in handwerkliche Berufe mit Fokus auf die Energiewende möglich sein soll. Angestrebt ist ein Theorie- und ein Praxisteil, bewerkstelligt durch eine Kooperation mit Handwerksbetrieben. Der dritte Platz (1.000 Euro) wurde gleich zwei Mal verliehen. Der Licht- und Luftbad Hanau e.V. 1894 wurde für das Projekt ausgezeichnet, Natur auf dem Vereinsgelände erlebbar zu machen. Geplant sind etwa Bienenführungen, Urban Gardening und ein Barfußpfad. Auch Martin Rumenjak erhielt für sein Projekt "SVfit for Kids" einen Preis. Dabei sollen an Schulen Selbstverteidigungskurse für Kinder angeboten werden, eng verbunden mit Projekten zu Gewaltprävention und der Stärkung von Kommunikationsfähigkeiten.

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