Das Klingende Mobil der Stadt Hanau war Ziel eines spontanen Besuchs von Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Dr. Helmut Müller, dem Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
Müller, der zu Gesprächen mit dem OB ins Hanauer Rathaus gekommen war, hatte von dem Projekt gehört und großes Interesse daran geäußert mehr zu erfahren. Der OB präsentierte ihm mit Freuden das Projekt für die kulturelle Bildung von Kindern, das ihm so am Herzen liegt.
In dem umgebauten ehemaligen Bus der Hanauer Straßenbahn GmbH lernen Kinder - unter Anleitung von jeweils zwei Musiklehrerinnen und Musiklehrern - durch selbständiges Ausprobieren und Spielen die vier Instrumentengruppen Saiten-, Blechblas-, Holzblas- und Schlaginstrumente kennen. Ziel des Projekts sei es, jungen Menschen den Kontakt mit den Instrumenten auf eine spielerische und individuelle Art und Weise zu ermöglichen und Kinder zum Musizieren zu animieren, erläutert Kaminsky. "Wer einmal miterlebt hat mit welcher Begeisterung die Kinder aller Kulturen und Gesellschaftsschichten sich auf die Instrumente einlassen und lern- und wissbegierig anfangen zu musizieren und improvisieren, wird zustimmen, dass es eine Kernaufgabe der Kommunen ist, allen Kindern Zugang zur kulturellen Bildung zu ermöglichen", so der OB.
Das Klingende Mobil sei in Hanau und der Region Hanau seit 2009 unterwegs und fahre pro Jahr zwischen 20 und 40 Einsätzen. "Dabei werden Kindertagesstätten, Grundschulen, aber auch offizielle Anlässe wie beispielsweise Feste oder die Schultheatertage angesteuert." In der Regel würden pro Einsatz bis zu 40 Kinder unterrichtet. Bei offenen Veranstaltungen seien es auch mal bis zu 500 Kinder, erläutert Kaminsky. "Jährlich erreichen wir derzeit bis zu 2000 Kinder mit unserem Klingenden Mobil."
Monika Spahn aus dem Fachbereich Kultur, die das Klingende Mobil organisiert, berichtet von den Einsätzen: "Wir haben es manchmal mit Kindern zu tun, die noch nie in Berührung mit einem Instrument gekommen sind. Denen versuchen wir die Scheu zu nehmen und sie an die Instrumente heranzuführen." Die Begegnung mit dem Instrument rufe bei den Kindern oft große Begeisterung hervor. "Manche finden auch ein Lieblingsinstrument und wollen es dann überhaupt nicht mehr loslassen", berichtet Spahn. "Wir haben hier sogar schon richtige Talente entdeckt!" Der Besuch des Klingenden Mobil habe aber nicht nur kurzfristig Wirkung, sondern würde immer öfter auch langfristig die Begeisterung der Kinder für ein Instrument wecken. "Wir haben Prospekte von den Hanauer Musikschulen dabei, für die es auch reges Interesse gibt. Sowohl Kinder, als auch Mütter fragen uns, wo man denn so etwas lernen kann. Oft wissen sie gar nicht, dass es so etwas wie eine Musikschule gibt und nehmen die Information dankbar entgegen."
Das Interesse an dem Klingenden Mobil werde auch in den umliegenden Gemeinden immer größer, berichtet Kaminsky. "Aber oft scheitert der Einsatz jedoch an den Fahrtkosten, die die Schulen oder Kitas nicht aufbringen können. Das ist sehr schade. Ansonsten könnte unser Bus noch viel mehr Einsätze fahren!" Mit der entsprechenden finanziellen Unterstützung, könnten wir das Klingende Mobil daher auch anderen Kommunen zur Verfügung stellen und noch mehr Kinder damit erreichen!"
Dr. Helmut Müller vom Kulturfond zeigte sich beeindruckt von Ausstattung und Wirkung des Hanauer Klingenden Mobils. "Kulturelle Bildung für Kinder aller Gesellschaftsschichen ist sehr wichtig. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Kulturfond dieses großartige Projekt unterstützt, damit auch andere Schulen und Kindergärten im RheinMainGebiet davon profitieren können. Dafür werde ich mich stark machen!"
Foto: Monika Spahn vom Fachbereich Kultur zeigt Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die winzige Geige für Dreijährige, die das Klingende Mobil an Bord mitführt.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de















