Im Schwanennest Hanau werden seit 2011 Kinder und Jugendliche mit Behinderung tage- oder wochenweise betreut, wenn die Eltern Entlastung brauchen.
Im Schwanennest Hanau werden seit 2011 Kinder und Jugendliche mit Behinderung tage- oder wochenweise betreut, wenn die Eltern Entlastung brauchen.
Das Konzept des Hauses in der Feuerbachstraße 15 in Hanau interessiert auch den hessischen Landtagspräsidenten Norbert Kartmann (CDU); er stattete dem Schwanennest nun einen Besuch ab.
Das BWMK mit seinen zahlreichen Angeboten für Menschen mit Behinderung sei aus der Sozialstruktur des Main-Kinzig-Kreises nicht wegzudenken, unterstrich Heiko Kasseckert, Landtagskandidat der CDU im Wahlkreis 41. Auch Dr. Katja Leikert, Bundestagskandidatin der CDU im Wahlkreis 180, sowie Monika Klosson und Ingrid Pillmann von der Frauen-Union Hanau, begleiteten Kartmann während seines Besuchs in Hanau. Übrigens kein fremdes Terrain für den Landtagspräsidenten: Er hatte einst als junger Lehrer an der Otto-Hahn-Schule unterrichtet.
Wie die Besucher erfuhren, können im Schwanennest bis zu 13 Kinder und Jugendliche mit Handicap betreut werden. Besonders in den Ferienzeiten seien die Plätze sehr nachgefragt, berichtete Teamleiterin Annette Leske. Der Aufenthalt werde den jungen Gästen so angenehm wie möglich gestaltet: „Wir berücksichtigen die individuellen Eigenschaften und Bedürfnisse jedes Einzelnen und gestalten gemeinsam den Tagesablauf“, so Leske. Das Schwanennest zeichne sich auch durch sein abwechslungsreiches Freizeitprogramm aus: Ausflüge in den Wald, in der Tierpark oder ins Museum sind ebenso an der Tagesordnung wie Bastel- und Musikkurse oder therapeutisches Reiten.
Wie der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Joachim Schröck erläuterte, habe sich das BWMK seit seiner Gründung 1974 zu einem Sozialunternehmen entwickelt. Eines der wesentlichen Ziele sei es, Menschen mit Behinderung bei einer möglichst selbstständigen und selbstbestimmten Lebensweise zu unterstützen. Um Menschen mit Handicaps Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen, seien verlässliche Strukturen wichtig – in der Arbeitswelt ebenso wie im Alltag. Insbesondere Menschen mit schweren Behinderungen bräuchten kontinuierliche Begleitung und Förderung.
Es gehöre zum Profil des BWMK, die Anliegen der Menschen ernst zu nehmen und Lösungen zu entwickeln. So sei auch das Schwanennest entstanden. „Der Bedarf an Plätzen zur Kurzzeitbetreuung war sehr groß. Daher haben wir geprüft, was wir anbieten können und uns schließlich zum Bau des Schwanennests entschlossen“, so Schröck. Für den knapp eine Million teuren Bau habe das BWMK keine finanzielle Förderung erhalten und sei daher nach wie vor auf Spenden angewiesen.
Die Gäste interessierten sich außerdem für ein weiteres aktuelles Projekt des BWMK: Die Sophie-Scholl-Schule Hanau, die zum neuen Schuljahr unweit vom Schwanennest ihre Pforten in der Lamboystraße 50 öffnet. In der ganztägigen inklusiven Grundschule werden zunächst 32 Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet. Wie Kartmann betonte, sei es wichtig, jedem Kind die individuelle Förderung zu bieten, die es brauche. „Differenzierung sollte Thema in jeder Schule sein“, erklärte er, denn Menschen seien unterschiedlich und bräuchten daher auch unterschiedliche Lern- und Unterstützungsangebote.
Foto: Spannendes Spielzeug: Norbert Kartmann (rechts), Präsident des hessischen Landtags, und Heiko Kasseckert, CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis 41, testeten die Ausstattung im Schwanennest Hanau.
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