Kalk hilft bei „lebender" Biotonne

Hanau

Das lang anhaltende, warme und teilweise schwüle Sommerwetter bringt derzeit leider nicht nur Badefreuden und Sonnenschein, sondern auch Probleme bei der Abfallentsorgung mit sich.

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Wie Ingrid Hegenbarth-Müller und Kerstin Franz, Abfallberaterinnen bei der Stadt Maintal, berichten, sind besonders die braunen Biotonnen in den Sommermonaten von Schädlingsbefall betroffen. Die Mitarbeiter der Firma Spahn, die für die Einsammlung der Tonnen zuständig sind, berichten verstärkt von stinkenden und „lebenden“ Biotonnen.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, helfen bereits einige einfache Maßnahmen. Empfehlenswert ist es, bei warmer und feuchter Witterung generell keine eiweißhaltigen Abfälle wie Wurst-, Fleisch-, Fisch- und Käsereste in den Bioabfall zu geben. „Diese Speisereste, aber auch Flüssigkeiten wie Soßenreste locken Fliegen an, für die das Eiweiß eine willkommene Nahrung ist. Das führt wiederum zu Madenbefall, und der Inhalt der braunen Tonne wird schnell ,lebendig‘ “, erklärt Ingrid Hegenbarth-Müller. Besser sei es, eiweißhaltige Reste sicher in Plastik verpackt zum Restmüll zu geben. Was den pflanzlichen Biomüll angeht, ist es sinnvoll, diesen in den warmen Monaten in Zeitungspapier einzuwickeln. Dieses saugt die Feuchtigkeit auf und verbessert den Luftaustausch in der Tonne. Die braune Tonne sollte zudem nicht in der prallen Sonne, sondern eher im Schatten stehen und nach der Leerung immer mit Wasser ausgespült werden. Vor der nächsten Befüllung können die Wände mit Zeitungspapier ausgekleidet und nach jeder Lage Abfall eine Lage Papier ausgelegt werden, die auch als Abdeckung zum Schutz vor Fliegen dient. „Wenn sich in der Biotonne schon Maden befinden, empfiehlt es sich, auf den Inhalt Kalk oder Zement zu streuen und die Tonne vor der nächsten Nutzung zu reinigen“, so Ingrid Hegenbarth-Müller.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Befüllung der Biotonne. Hinein sollten generell nur organische Küchen- und Gartenabfälle wie Obst- und Gemüsereste, eiweißlose Speisereste, kleine Mengen Blätter und geringe Mengen Grasschnitt. Auch Hygienepapiere wie benutzte Küchenpapiere oder Tempotaschentücher dürfen gelegentlich mit in den Biomüll gegeben werden. Generell nicht in die braune Tonne dürfen Fleisch, eiweißhaltige Speisereste von Gaststätten, Windeln, Zigaretten, Hinterlassenschaften von Tieren, Plastik- und Getränketüten, Kunststoffe und Metalle jeglicher Art. Diese Abfälle gehören in die Restmülltonne oder bei Verkaufsverpackungen mit dem Symbol „Grüner Punkt“, in den „Gelben Sack“ für Verpackungen. Speisereste aus dem Gaststättenbereich sollten über spezielle, zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe verwertet werden. Diese Firmen sind in der Lage, gegen Entgelt auch eiweißhaltige Abfälle mehrmals pro Woche vor Ort abzuholen. Entsprechende Kontaktanschriften für Speiseabfälle sind zu finden unter www.rmaof.de oder auf Nachfrage bei der Abfallberatung der Stadt Maintal.

Der Inhalt der braunen Tonnen wird übrigens in der stadteigenen Kompostieranlage in Maintal-Dörnigheim zu wertvollem Kompost verarbeitet. Da die Mitarbeiter der Anlage Störabfälle und Fremdstoffe aussortieren müssen, sollten alle Bürgerinnen und Bürger besonders darauf achten, den Biomüll gewissenhaft zu sortieren.

Alle genannten und viele weitere Tipps sind übrigens auch nachzulesen im Abfall-Ratgeber, einer Informationsbroschüre des Fachdienstes Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Maintal. Für weitere Fragen und Informationen rund um das Thema Abfall stehen Ingrid Hegenbarth-Müller und Kerstin Franz vom Fachdienst Stadtentwicklung und Umwelt unter der Telefonnummer 06181/ 400-431 oder 400-200 gerne zur Verfügung.


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