„Hanau liest ein Buch“: Bous liest im Bus

Hanau

„Lesungen im Bus haben bei der Hanauer Straßenbahn Tradition, daher unterstützen wir ‚Hanau liest ein Buch‘ sehr gerne“, bekundet HSB-Geschäftsführer Michael Takatsch.

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bous busbous bus1Nachdem beim HSB-Jubiläum 2008 und bei einer Krimi-Bustour 2011 heimische Autoren aus ihren Werken gelesen hatten, ist die Hanauerin Doris Bous nun die erste gewesen, die im Rahmen der aktuellen „Hanau liest ein Buch“-Aktion Steven Uhlys Roman „Glückskind“ Fahrgästen näher brachte.

Bous wiederholt das übrigens am Dienstag, 27. August, von 12 Uhr an im Marktplatz-Bus und nochmals am Freitag, 30. August, von 15 Uhr an ab Marktplatz. Monika Fischer und Tobias Funk eifern ihr am Samstag, 31. August, auf der Buslinie 6 nach während eines gesamten Rundkurses, der um 9.35 Uhr am Busbahnhof Freiheitsplatz beginnt und über Wolfgang, Groß- und Klein-Auheim dort um 10.34 Uhr wieder endet.

Bous nimmt sich eine Stunde Zeit für ihre erste öffentliche Lesung überhaupt. „Mich hat der Mut gepackt“, meint die Frau aus Hanaus Nordwesten und erzählt, dass sie gezielt vorher geübt habe. Fünf bis sechs Seiten aus „Glückskind“ vorzulesen, schafft sie auf dem knapp zehnminütigen Rundkurs im Marktplatz-Bus durch Hanaus Innenstadt.

Am Ballplatz steigt eine Mutter mit ihren zwei Töchtern vorne ein. Schnell recken die Mädchen den Kopf, um zu sehen, wer da etwas liest. „Die macht Schule“, meint eine von beiden. Ihre Mutter tippt mit dem Finger auf ihre Lippen: leise solle sie sein. An der nächsten Haltestelle wechseln sie den Sitzplatz und setzen sich hinten im Bus direkt neben Bous.

Die Mutter fragt nach, was es mit der Lesung auf sich hat. Die Vorleserin antwortet und macht dann kurz darauf aufmerksam, dass nun die Schlüsselszene aus dem Buch folgt, in der die Hauptfigur ein Findelkind im Müllcontainer entdeckt.

Einige Stationen später bedauert die Interessierte, dass sie mit ihren Töchtern schon aussteigen müsse. Bous ermuntert sie doch noch einige Runden mit zu fahren oder zu einem der folgenden Lesetermine im Marktplatz-Bus zu kommen. Die Mutter wünscht beim Aussteigen noch „Viel Spaß!“

Doris Bous hat ihre Anfangsnervosität überwunden, dabei hätten ihr auch lobende Worte einer Frau geholfen, die ihr in der Busrunde zuvor zugehört hatte, lächelt sie. Beim abermaligen Start am Marktplatz erhebt Bous wieder ihre Stimme, um sich gegen die Fahrgeräusche behaupten zu können.


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