Am Freitag, 24.01.2025, fand ein Treffen von Expertinnen und Experten der palliativen Versorgung im Wohnstift in Hanau statt.
Eingeladen hatte Silvia Fuß, die Teamleitung des EPP-Teams in den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises e.V..
Anlass war der Besuch und Austausch mit Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes aus der Mecklenburg-Vorpommern zum Thema „Expertenteam für Palliative Pflege“ (EPP-Team) nach dem sogenannten „Hanauer Modell“.
Auf der Suche nach Lösungen hinsichtlich der zunehmend schlechten Versorgungslage von palliativ zu versorgenden Menschen in Altenheimen wurde dieses „Hanauer Modell“ durch den Förderverein für Palliative Patienten-Hilfe Hanau e.V. ins Leben gerufen. 2018 als Modellprojekt gestartet ist es mittlerweile in 14 Einrichtungen etabliert und stellt aus Sicht aller Beteiligten die bislang wirkungsvollste Antwort auf Fachkraftmangel und Personalnotstand in den Altenhilfeeinrichtungen dar. Die Wichtigkeit dieser Versorgung wird deutlich, wenn man den Umstand berücksichtigt, dass rund 80 Prozent aller Menschen in Deutschland durch alle Gesellschaftsschichten ihre letzten Stunden in einer Pflegeeinrichtung oder in einem Krankenhaus verbringen.
Insbesondere in den Altenheimen begegnen sie dann einer zunehmenden haus- und fachärztliche Unterversorgung, dem Mangel an geeigneten Pflegekräften sowie einer Reihe von weiteren Unzulänglichkeiten. Dass die Situation der schwächsten Menschen in der stationären Pflege trotz jahrelanger Bemühungen immer schlechter wird, hat zu der Konzeptionierung und Etablierung der EPP-Teams geführt.
Dieses unabhängig von den Kolleginnen und Kollegen der stationären Pflege arbeitende Team sorgt mit seiner hohen Kompetenz, der Eigenständigkeit wie auch der ständigen telefonischen Erreichbarkeit für die bestmögliche Versorgung hinsichtlich der medizinischen, pflegerischen, therapeutischen und seelsorglichen Versorgung. Das Ziel ist dabei stets die aus Sicht der Betroffenen optimale Versorgung hinsichtlich einer schmerz- und angstfreien Umgebung.
Die besondere Effizienz und Wirksamkeit des Teams wurde gegenüber den Besuchern aus Mecklenburg-Vorpommern von allen Anwesenden als Vertreterinnen und Vertretern des Palliativen Netzwerks Hanau bestätigt. Gefühlt mit zwei Schrankkoffern voller neuer Erfahrungen und Arbeitshilfen kehren die Gäste nun nach Bergen auf der Insel Rügen zurück, um dort ihrerseits eine palliative Pflege nach dem „Hanauer Modell“ aufzubauen.

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