Die für die Stadt Hanau, aber auch für die internationale Forschung bedeutende Ausstellung ist das Ergebnis der erstmaligen Zusammenarbeit zwischen den Museen Hanau und der Klassik Stiftung Weimar.
Unter dem Titel "Friedrich Bury und Weimar" wird Prof. Dr. Hermann Mildenberger, Leiter der Abteilung Graphische Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar und Honorarprofessor am Kunsthistorischen Seminar der Friedrich-Schiller-Universität Jena, am Donnerstag, 5. September, 18 Uhr, die enge Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen Bury und Goethe genauer beleuchten. Der Vortrag, der in Kooperation mit der Volkshochschule Hanau angeboten wird, beginnt um 18 Uhr und findet im Roten Saal von Schloss Philippsruhe statt. Es ist keine Anmeldung nötig.
Friedrich Bury war mit Johann Wolfgang von Goethe befreundet, den er in Rom kennengelernt hatte. Goethe nannte Bury aufgrund von Ähnlichkeiten mit dem Weimarer Fritz von Stein seinen "zweiten Fritz";. Goethe eröffnete ihm den Zutritt in den Kreis der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach, die ebenfalls nach Rom reiste und ihm neue Aufträge verschaffte. Nach seiner Rückkehr aus Italien erhoffte sich Bury durch den Kontakt zu Goethe eine feste Anstellung in Weimar. Obwohl Burys Traum von einer Künstler-Karriere in Weimar scheiterte, befindet sich dort heute der größte Teil seiner Werke.
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