Stadt Hanau sichert Finanzierung für neuen Rechenzentrum-Container der BHG ab

Hanau

Mit einer geplanten Ausfallbürgschaft in Höhe von 500.000 Euro will die Stadt Hanau die digitale Infrastruktur ihrer kommunalen Unternehmen nachhaltig aufstellen.

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Hintergrund ist die Anschaffung eines modernen Rechenzentrum-Containers durch die BeteiligungsHolding Hanau GmbH (BHG), der ab dem vierten Quartal 2025 auf dem Gelände der Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) in der Daimlerstraße errichtet werden soll. "Eine verlässliche digitale Infrastruktur ist heute genauso wichtig wie eine funktionierende Energie- oder Wasserversorgung", sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). "Mit dem neuen Rechenzentrum schaffen wir die Voraussetzung, dass die BHG auch in Zukunft sicher und leistungsfähig arbeiten kann. Das ist ein Baustein moderner kommunaler Daseinsvorsorge."

Der neue Standort in der Daimlerstraße wird erforderlich, weil das bisherige Rechenzentrum dem dort entstehenden Ladepark der HSB weichen muss. Der neue Container ist eine 14 Meter lange und 3,2 Meter breite Stahlkonstruktion, die mit Brand- und Einbruchschutz ausgestattet wird. Sie dient als IT-Technikraum, in dem Server, Speichersysteme, aktive Netzwerktechnik und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung Platz finden. Durch die Vormontage kann er zügig auf einem vorbereiteten Fundament installiert werden. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen.

Für die Anschaffung des Containers nimmt die BHG einen Kredit in Höhe von 500.000 Euro auf. Die Stadt Hanau soll diese Summe zu 80 Prozent verbürgen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Kreditaufnahme solide abgesichert ist, ohne dass die Stadt ein unverhältnismäßiges Risiko übernimmt.

Oberbürgermeister Kaminsky unterstreicht die Bedeutung des Projekts auch mit Blick auf die städtebauliche Entwicklung: "Der Ladepark für die Hanauer Straßenbahn GmbH ist ein Zukunftsprojekt für die Verkehrswende in unserer Stadt. Damit er entstehen kann, braucht es Ersatz für das bisherige Rechenzentrum und genau dafür sorgt dieser Container. So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Wir treiben die Mobilitätswende voran und sichern gleichzeitig ab, dass die notwendige Ersatzinfrastruktur für den Betrieb des internen Rechenzentrums rechtzeitig bereitgestellt werden kann und die digitale Grundversorgung der städtischen Unternehmen auch künftig gesichert bleibt."

Der Magistrat hat der Vorlage über die Ausfallbürgschaft in Höhe von 500.000 Euro in seiner jüngsten Sitzung bereits zugestimmt, die Stadtverordnetenversammlung entscheidet in ihrer nächsten Sitzung am 1. September darüber.


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