Mit der Verurteilung der Vorstandsmitglieder des Vereins „Institut für Toleranz und Zivilcourage“, Selma Yilmaz-Ilkhan und Ferdi Ilkhan, wegen Betrugs und Veruntreuung von Vereinsgeldern (wir berichteten) ist aus Sicht der Hanauer Regierungskoalition von SPD, CDU und FDP der größte Reputationsschaden für die ehrenamtliche Arbeit in der Brüder Grimm Stadt eingetreten.
"Dass die Verantwortlichen des Vereins, die zum Teil auch Mitglied der Hanauer Stadtverordnetenversammlung sind, nach langen Ermittlungsverfahren und mehreren Verhandlungstagen wegen Betrugs und Untreue schuldig gesprochen wurden, ist ein beispielloser Vertrauensbruch gegenüber all jenen, die sich in Hanau tagtäglich mit ehrlicher Arbeit und persönlichem Einsatz für das Gemeinwohl engagieren. Es ist unverantwortlich und skandalös, dass der Wahlkampf der WSH mit veruntreuten Spendengeldern finanziert worden ist, die für wohltätige Zwecke bestimmt waren,“ erklärt die Vorsitzende der SPD Fraktion, Ute Schwarzenberger, „Das schadet dem Ruf aller Mandatsträger nicht nur in Hanau, sondern in ganz Hessen sehr.“
„Ein derartiges Verhalten ist mit einem Mandat unvereinbar. Deswegen fordern wir die Fraktionsvorsitzende der WSH/HBU, Frau Yilmaz-Ilkhan, auf, sofort von ihrem Stadtverordnetenmandat zurückzutreten. “ sagt der Vorsitzende der CDU Fraktion, Sören Winter.
„Wir hatten bereits zu Beginn und während der laufenden Ermittlungen und auch zu Beginn der gerichtlichen Verhandlungen mehrfach das Ruhen des Stadtverordnetenmandats gefordert, um Schaden von all denen abzuwenden, die sich in bester Absicht ehrenamtlich in Hanau engagieren Nun werden diese alle mit in Sippenhaft genommen,“ so Henrik Statz, Fraktionsvorsitzender der FDP.
Die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker sind fassungslos über das fehlende Unrechtsbewusstsein und das rechtswidrige Verhalten. „Wir müssen nach diesem Schlag einmal zurück auf 0, um den Gesamtschaden von der ehrenamtlichen Kommunalpolitik ab zuwenden, schließen die Vertreterin und Vertreter von SPD, CDU und FDP ab, „dies sei man den Opfern, der Stadtgesellschaft und den Menschen, die sich für sich ein kommunales Ehrenamt zur Verfügung stellen, gleichermaßen schuldig.“
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