"Sie verdienen kein Geld, bekommen dafür aber etwas, was sich in Euro und Cent nicht ausdrücken lässt: das Wissen darum, Menschen uneigennützig zur Seite zu stehen, und die tiefe Zufriedenheit, die sich einstellt, wenn ein Hilfsprojekt erfolgreich zu Ende gebracht worden ist."
Mit diesen Worten würdigte Oberbürgermeister Claus Kaminsky das langjährige ehrenamtliche Wirken von Gretel Meyer, die am Sonntag im Anschluss an den Gottesdienstes im Gemeindehaus der Kreuzkirche mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet wurde. Wie Kaminsky weiter ausführte, zähle es zu den schönen Seiten seines Amtes, dass er bei solchen Gelegenheiten einmal in aller Öffentlichkeit herausstellen könne, wie groß die Bedeutung solchen Engagements für die Stadtgesellschaft sei. "All jene Menschen, die sich einem ehrenamtlichen Wirken verschreiben, wie es Gretel Meyer seit Jahrzehnten getan hat, leisten einen unverzichtbaren Beitrag für das soziale Netz, das ohne einen solchen Einsatz nicht denkbar ist."
Wie der OB ausführte, ist Gretel Meyer seit 1971 Mitglied des Kirchenvorstandes sowie verschiedener Ausschüsse der Evangelischen Kreuzkirche Hanau und hat bei unzähligen Veranstaltungen aktiv mitgearbeitet oder hat diese mitgestaltet. Seit dieser Zeit gehört sie der Synode Hanau-Stadt an und zählt zu den Organisatorinnen der Weltgebetstage der Frauen in Hanau. Dabei reichte ihr Wirken von der Planung über die Durchführung der Gottesdienste bis hin zur Bewirtung der Gäste.
Daneben hat Gretel Meyer sich in vielen weiteren Bereich des Gemeindelebens eingebracht. Als Vorsitzende des Kita-Ausschusses des Kirchenvorstandes fungiert sie seit 1971 als Bindeglied zwischen der Einrichtung und dem Kirchenvorstand. Den Handarbeitskreis der Kreuzkirchengemeinde leitet sie seit 1976, den Frauenkreis seit 1996.
Mehr als 20 Jahre, nämlich von 1970 bis 1993, lag die Vorbereitung, Durchführung sowie Leitung der Kindergottesdienste in der Hand von Gretel Meyer.
Seit 2007 ist sie stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes und vertritt diesen nach außen in verschiedenen Gremien. In der Hospizarbeit sowie im Kirchenladen in der Krämerstraße engagiert sie sich seit 2008. Viele Jahre gehört sie dem ehrenamtlichen Team der Telefonseelsorge an. Schließlich bringt sie sich und ihre Fähigkeiten seit 1971 als aktives Mitglied bei der Nachbarschaftshilfe Tümpelgarten ein.
"Gesellschaftliches Engagement ist Ihnen offensichtlich eine Herzensangelegenheit gewesen", endete OB Kaminsky in seiner Würdigung und ergänzte abschließend, dass Gretel Meyer ihr Wirken möglicherweise für selbstverständlich gehalten habe, doch das sei ein derart kontinuierliches langjähriges Engagement ganz sicher nicht. "Eine Selbstverständlichkeit ist allenfalls das öffentliche Dankeschön, dass wir heute mit der Verleihung des Landesehrenbriefs stellvertretend für alle aussprechen wollen, die in den vielen Jahrzehnten von dem ehrenamtlichen Wirken der heute zu Ehrenden profitieren konnten."
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