Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis
Morgenpost

Mit solchen Fragen begann der Diplom-Pädagoge Eberhard Freitag aus Hannover seinen Vortrag „Jetzt leg doch mal dein Handy weg! – Wie kann Medienerziehung besser gelingen?“ im Congress Park Hanau am vergangenen Samstag. Zuvor hatte Frau Prof. Dr. Birgit Spies, Hamburg, einen „medienpsychologischen Sprziergang durch die digitalisierte Kindheit der heranwachsenden Generation“ den Zuhörern geschildet. Das Smartphone sei ein Handschmeichler, es sei glatt, fühle sich angenehm an und sei ein tägliches Hilfsmittel in vielen Lebenslagen, dennoch so wurde an diesem Tag, nicht nur in diesem Vortrag, deutlich, sind die Gefahren, die bei zu früher und zu intensiver Nutzung von Social Media nicht nur vorhanden, sondern seit Jahren durch Forschungsergebnisse dokumentiert. Den vielen und interessierten Besuchern des Congress Park wurde an Beispielen erklärt, wie sich die Gefahren zeigen:

Bildungseinbußen: Hemmung von Lernen und Wissenserwerb sowie Beeinträchtigung der Lese- und Schreibkompetenz. Soziale Isolation: Erhebliche Einschränkung persönlicher sozialer Bindungen und Interaktionen. Suchtgefahr: Die „Dauerbefeuerung“ des Gehirns mit dem Belohnungsbotenstoff Dopamin birgt ein enormes Suchtpotential war zu hören. Physische Schäden: Haltungsschäden, Übergewicht, Schlafstörungen und zunehmende Kurzsichtigkeit. Psychische Belastungen: Zunahme von Ängsten, Depressionen, Mobbing-Erfahrungen sowie die Konfrontation mit Pornografie, die Entwicklung von Essstörungen. Diese Aspekte wurden im Vortrag der Dipl. Psychologin Tabea Freitag, Hannover, „Der Klick zum Kick – Wirkungen und Nebenwirkungen von Internetpornografie und anderen Cybersexangeboten auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen“ vertieft. Die Polizeihauptkommissare und regionale Jugendkoordinatoren Katja Uffelmann-Kreis und Jan Henninger gaben einen tiefen Einblick in die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen anhand von Beispielen und ihrer präventiven Polizeiarbeit. Rechtliche Aspekte für Schüler, Eltern und Lehrer wurden erläutert, wenn z.B. in Chatgruppen von Jugendlichen pornografische Bilder auf den Geräten von Schülern geteilt, diese dann auf den Geräten von Eltern und Lehrern landen und was dann zu tun ist, um eine strafrechtliche Verfolgung zu vermeiden. Es ist grundsätzlich jedem verboten, strafbar, kinderpornografische Abbildungen auf einem Gerät zu besitzen, unabhängig, ob es sich um ein Smartphone, ein Tablet oder einen PC handelt. Die Empfehlung der beiden Kommissare: nicht löschen, sofort die Polizei anrufen, damit Nach- und Rückverfolgung der Straftäter möglich wird. Die Polizei wird die weitere Vorgehensweise erläutern.

Der „Hanauer Medientag: Gefahr im Netz! Kinder nicht alleine lassen“, eine wertvolle und aufklärende Veranstaltung, war häufig unter den über zweihundert Teilnehmern zu hören. Die von Kindern gepackte „Medien Hilfe Tüte“ wurde von den Anwesenden gerne angenommen.

Noch zu erwähnen ist: Für den Rotary Club Hanau und den Rotary Club Maintal war der „Hanauer Medientag: Gefahr im Netz! Kinder nicht alleine lassen!“ ein besonderer Action Day zum Wohle von Kindern und Jugendlichen. Präsident Thomas Neeb hatte in seiner Ansprache die Relevanz des Themas für die Heranwachsenden festgestellt, Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri in Vertretung des Schirmherrn Oberbürgermeister Claus Kaminsky „es sei Herzensangelegenheit und Verpflichtung, Schaden von der jungen Generation abzuwenden. Dies kann nur gemeinsam zum Erfolg führen.“


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