Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis
Hanau News

In seinem Programm über Satire im Dritten Reich zeigte Kabaredo, dass es selbst im nationalsozialistischen Deutschland satirische Stimmen gab – oft verborgen, voller Doppeldeutigkeiten und stets verbunden mit großem persönlichem Risiko. Künstler arbeiteten mit feinen Andeutungen und zwischen den Zeilen, um Kritik zu äußern, ohne dabei ihr Leben zu gefährden. „Die Satire war damals eine Gratwanderung zwischen Lachen und Lebensgefahr“, sagte Thomas Huscher alias Tóm Kabaredo. „Mir geht es darum, diese Stimmen hörbar zu machen – und zu zeigen, was wir heute daraus lernen können.“

Unter den Gästen befand sich auch die ehemalige Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck. Wie viele der überwiegend älteren Besucher zeigte sie sich von den Texten tief bewegt. „Dass es schön ist, kann man bei dem Thema ja nicht sagen“, bemerkte eine Besucherin nachdenklich. Für einen besonderen Moment sorgte zudem ein junger Besucher der Bibliothek, der sich spontan zum Publikum gesellte und Fragen aus seiner jugendlichen Perspektive stellte.

Der Veranstalter, vertreten unter anderem durch Conny Gramm, hatte im Vorfeld zu einem „politischen Kabarett erster Sahne“ eingeladen und sah sich nach dem Abend in dieser Ankündigung bestätigt. In seiner Abmoderation betonte Tóm Kabaredo, wie wichtig es gerade heute sei, wieder genauer hinzuhören, nachzufragen und Haltung zu zeigen – insbesondere in Kunst und Kultur.

Mit diesen Gedanken endete am Vorabend des Jahrestages der deutschen Kapitulation 1945 ein literarischer Abend, der das Publikum nachdenklich und bewegt nach Hause gehen ließ.

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