Kaminsky begrüsst Abriss dreier Staudinger-Kühltürme

Hanau

Als "unübersehbares Signal an die Menschen der Region" hat Oberbürgermeister Claus Kaminsky den geplanten Abriss von drei Kühltürmen des Kraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg bezeichnet.

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Auch wenn die verbleibenden, sehr viel höheren Kühltürme und Kesselhäuser weiterhin landschaftsprägend an der Stadtgrenze zu Hanau blieben, sei die Entscheidung für den Abriss der drei ältesten Kühltürme dennoch erfreulich, erinnert der OB daran, dass die Brüder-Grimm-Stadt mit der Unterstützung vieler Menschen der Region über mehrere Jahre höchst engagiert und letztlich auch erfolgreich gegen eine vom Kraftwerksbetreiber EON angestrebte Erweiterung des Standorts um einen weiteren Block gekämpft hat.

Im solidarischen Schulterschluss mit Friedhelm Engel, dem Bürgermeister der durch den EON-Rückzug finanziell angeschlagenen Kommune, unterstütze er, so Kaminsky, die Hoffnung, auf dem durch den Abriss freiwerdende Gelände eine neue Gewerbeansiedlung realisieren zu können.

Der Kraftwerks-Standort in Großkrotzenburg hatte zuletzt für neue Schlagzeilen gesorgt, als der veraltete Block 1 doch nicht, wie ursprünglich vorgesehen und bei den Blöcken 2 und 3 auch umgesetzt, Ende 2012 vom Netz ging. Grund waren die planungsrechtlichen Verzögerungen für den von EON angestrebten Bau von Block 6. Nachdem EON jedoch von den umstrittenen Erweiterungsplänen Abstand nahm, zog auch das Regierungspräsidium Darmstadt die Fristverlängerung für einen Betrieb bis 2016 zurück. Im vergangenen Jahr hatte Block 1 schließlich noch einmal für Diskussionsstoff in der Region und darüber hinaus gesorgt, weil das hessische Wirtschaftsministerium gegen den Willen des Umweltministeriums den inzwischen stillgelegten Block als Notfallreserve zurück ins Netz holen wollte.


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