Der 1929 in Hanau-Großauheim geborene Vollblutmusiker, der inzwischen in Hofheim am Taunus lebt, habe sich stets eine große Verbundenheit mit seiner Geburtsstadt bewahrt und auf vielfältige Art und Weise positiv zum kulturellen Leben in Hanau beigetragen. „Mit dem Collegium Instrumentale Alois Kottmann und der Konzertreihe „Philippsruher Schlosskonzerte“, die Sie 1987 ins Leben riefen, sorgen Sie regelmäßig für musikalischen Hochgenuss in unserer Stadt“, heißt es im Glückwunschschreiben. Im Paul-Hindemithjahr 1995 habe Kottmann zudem den musikalischen Teil des Festaktes gestaltet, den die Stadt im Gedenken an ihren berühmten Sohn veranstaltete. „Für den Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau, der seit 2000 alle zwei Jahre an Musiker vergeben wird, die das Lebenswerk des Künstlers und seinen Zugang zur Musik würdigen und ehren, waren Sie, der Ideengeber“, würdigen Funck und Kaminsky die vielfältigen Leistungen Kottmanns für die Stadt Hanau.
Professor Kottmann genieße nicht nur als Musiker international große Anerkennung - insbesondere für seine spektakuläre Einspielung der Solo-Sonaten-Partiten von Johann Sebastian Bach - sondern habe sich auch stets für die Förderung junger Talente, die Förderung der klassischen Musik und für soziale Zwecke engagiert. Sein Wirken als Gründer oder Mitbegründer verschiedener Konzertreihen, die Verleihung des "Alois Kottmann-Preis für klassisches, sangliches Violinspiel" und sein Engagement für Förderkreis Hessischer Multiple Sklerose Kranker e.V. in Frankfurt am Main seien nur einige Beispiele für Kottmanns Engagement. „Die Verleihung der höchsten kulturellen Auszeichnung Hanaus, der August-Gaul-Plakette im Jahr 1999, die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt und staatliche Auszeichnungen wie der 2002 verliehen Hessische Verdienstorden am Bande und der 2006 verliehene Bundesverdienstorden am Bande dokumentieren die hohe Wertschätzung, die Ihnen vielerorts zuteil wird“, heißt es im Schreiben weiter.
„Wir freuen uns sehr, dass Sie auch mit stolzen 85 Jahren noch voller Elan und Tatendrang zum kulturellen Leben der Stadt Hanau beitragen und hoffen, dass dies noch lange so bleiben wird“, betonen der OB und Funck. „Wir legen allen Musikliebhabern ans Herz das nächste Philippsruher Schlosskonzert am Sonntag, 29. Juni, zu besuchen und sich von den Darbietungen mitreißen zu lassen, die Alois Kottmann dort gemeinsam mit einer ganzen Reihe von erstklassigen Musikern sowie den beliebten Schauspielern Walter Renneisen und Ursula Ruthardt präsentieren wird!“, fügen die beiden hinzu.
Das nächste Philippsruher Schlosskonzert findet unter dem Titel „Symphonik – Traumklänge“ am Sonntag, 29. Juni, um 19.30 Uhr im Amphitheater, Schloss Philippsruhe Hanau statt. Gespielt wird Felix Mendelssohn Bartholdy, Schweizer-Symphonie für Streicher, Richard Rudolf Klein, Frankfurter Skizzen, Musik für Saxophon-Solo, Briefe im Dialog, W.A. Mozart,Symphonie g-Moll K.V. 550.
Künstler: Christof Lauer, Saxophon, Alois Kottmann, Violine, Boris Kottmann, Violine, Collegium Instrumentale Alois Kottmann, Solo-Bläser Rhein-Main, Walter Renneisen, und Ursula Ruthardt, Rezitation.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de