Junge Mitarbeiterin verjüngt Frauenhaus-Team

Hanau

Auch 2014 hat die Heinrich - Sauer & Josef Schmidt Stiftung das Frauenhaus Hanau mit einem Förderbetrag von 5.000 Euro unterstützt.

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Seit 2004 haben die Vorstandsmitglieder nach der Streichung der Zuschüsse durch die Regierung Roland Koch 2004 nun Zuwendungen in Höhe von 55.000 Euro geleistet, damit die Finanzierung des Frauenhauses sichergestellt und den Frauen und Kindern Schutz, Unterkunft und Beratung ermöglicht.

Die beiden Vorsitzenden Peter Bierwerth und Hans Jürgen Freund sowie Vorstandsmitglied Reinhardt Wetjen konnten sich von der guten Inanspruchnahme des Frauenhauses Hanau überzeugen. Derzeit wohnen in der Einrichtung 23 Frauen und Kinder. Zwei Kolleginnen kümmern sich um die von der Stiftung unterstützten Kinder-und Ferienprojekte. Viele Frauen erhielten Hilfe und Unterstützung in aktuellen Krisensituationen, bei der Bewältigung des Alltags und bei der Aufarbeitung der Gewalterfahrung. Die Entwicklung neuer Perspektiven für die Frauen und ihre Kinder steht im Mittelpunkt und auch die Beratung bei Erziehungsproblemen. Das Frauenhaus ist aber auch nur Berater und berät kostenlos und vor allem anonym. Zum ersten Mal sind 2014 zwei Betreuer für den Kinderbereich zuständig. Neue Möglichkeiten bezüglich Ausflügen in der Ferienzeit und Angebote für Mädchen und Jungen sind gegeben. So standen ein Zoobesucher mit den Erwachsenen und Kindern auf dem Programm, die Kinder gingen ins Schwimmbad, in den Kletterparkt und zu vielen anderen Freizeitangeboten. Außerdem wurde ein Fitnesskurs mit Selbstbehauptungselementen für die Frauen durch eine externe Trainerin angeboten.

In hohem Maße müsse der Haushalt seit der gravierenden Kürzung der Landesmittel durch die CDU - Regierung Koch 2003 durch Spenden abgedeckt werden. Deshalb sind auch die Fördermittel der Stiftung alljährlich höchst willkommen. Diplompädagogin Claudia Wilkerling und die neue Mitarbeiterin Ursula Wyrzykowska freuten sich über den Besuch der Stiftungsvertreter und schilderten ihnen die aktuelle Situation im Frauenhaus. Dank der Zuwendungen könne vor allem die Arbeit mit den Kindern ungeschmälert fortgeführt werden. Die Verjüngung des Teams des Frauenhauses durch die junge Mitarbeiterin Ursula Wyrzykowska begrüßten die Gäste aus der Kreisstadt als richtungsweisende Entscheidung.

Die Gäste aus der Barbarossastadt lobten die positive Arbeit des Frauenhausteams und konnten sich davon überzeugen, dass die Unterstützer der Einrichtung von Jahr zu Jahr mehr werden. Auch die Sauer & Schmidt - Stiftung werde nach den Worten der Stiftungsrepräsentanten weiter zu den Förderern gehören und die mit den Kindern praktizierte pädagogische Arbeit unterstützen. Im Finanzplan 2015 werden die erforderlichen Zuschussmittel für alle von der Stiftung unterstützten Organisationen wieder in gleicher Höhe vorgesehen sein. Weitere Prognosen seien angesichts des problematischen Zinsmarktes, der auch zum Nachteil der örtlichen Stiftung führe und deren Arbeit behindere, nicht möglich. (jFd.).

Foto: Den Bescheid über 5.000 Euro überreichten die Vertreter der Stiftung an Claudia Wilkerling (links) und die neue, junge Mitarbeiterin Ursula Wyrzykowska (rechts).


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