"Wir brauchen beim Ausbau der U3-Plätze in Hanau Ihre Unterstützung."
Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel äußerte bei der Übergabe der Zertifikate an zehn neue Tagesmütter und -väter seine Wertschätzung für die wichtige Arbeit mit den Jüngsten. 62 Frauen und Männer stellen jetzt stadtweit insgesamt 186 Plätze in der Familientagesbetreuung sicher.
Von einem "wunderbaren Netzwerk, in dem die Kinder und ihre Familien die Hauptrolle spielen", sprach Brigitte Rodriguez, Leiterin des Eigenbetriebs Kindertagesbetreuung. Bei der Betreuung von Kindern unter Drei fährt die Stadt Hanau zweigleisig. Berufstätige Eltern und Alleinerziehende können ihre Sprösslinge zu einer der 58 Tagesmütter oder einem der vier Tagesväter oder in eine städtische Betreuungseinrichtung geben. "Sie zahlen jeweils die gleichen Gebühren", sagte Stadtrat Axel Weiss-Thiel "und bekommen dafür Betreuung von hoher Qualität."
Seit die Kindertagespflege im Jahr 2005 per Gesetz neu strukturiert wurde, sind auch die Anforderungen an die Qualifizierung der Betreuungspersonen gestiegen. "Unsere Messlatte liegt dabei immer ganz oben", betonte der Sozialdezernent. 182 Unterrichtseinheiten mussten die jüngst ausgebildeten Frauen und Männer absolvieren. Bildungsträger mit Gütesiegel war die Volkshochschule Offenbach, die sich an den bundesweit anerkannten Qualitätsstandards des Deutschen Jugendinstituts orientiert, einem sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitut im Bereich Kinder, Jugendliche und Familien. Der Grundkurs umfasst Themen wie frühkindliche Entwicklung und Bildung, Gesundheit, Ernährung und Pflege und schließt mit einer Prüfung ab. Das Servicebüro Familientagesbetreuung überprüft vor dem Erteilen der Pflegeerlaubnis unter anderem den Wohn- und Lebensraum für die künftigen Schützlinge. Die Tagesbetreuungspersonen bilden örtliche Stadtteilgruppen, die fachlich vom Servicebüro begleitet werden und außerdem mit ausgewählten Kindertagesstätten kooperieren, in denen sie sich zum regelmäßigen Erfahrungsaustausch treffen.
"Wir verlangen viel von Ihnen", so der Stadtrat, "Qualität, Verbindlichkeit, Kooperationsbereitschaft und ein großes Herz für Kinder." Denn wenn sich eine aufstrebenden Stadt wie Hanau Familienfreundlichkeit auf die Fahne schreibe, "müssen wir qualitativ hochwertige Strukturen anbieten, in denen sich Beruf und Familie gut vereinbaren lassen". Die Kosten von rund 18.000 Euro für die jüngste Qualifizierung seien gut angelegt. Der Eigenbetrieb freut sich über eine Zuwendung von 7500 Euro aus dem Aktionsprogramm Kindertagespflege des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds.
Das Servicebüro ist stets an Frauen und auch Männern interessiert, die sich in der Familientagesbetreuung engagieren wollen. Ansprechpartnerinnen sind Claudia Joachim (06181/6101912), Marianne Lindenau (06181/6101911) und Maria Weismantel (06181/6101913).
Foto: Stadtrat Axel Weiss-Thiel inmitten der neuen Tagesmütter und Tagesväter und ihren Schützlingen im Garten der Familientagesstätte Steinheim. Foto: Stadt Hanau
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