Kaminsky und Funck würdigen Lebenswerk von Hussing

Hanau

„Mit Dieter Hussing verliert Hanau einen jahrzehntelang wort- und kampfeslustig handelnden Demokraten, einen christlichen Sozialpolitiker seltener Güte und einen über Parteigrenzen hinweg beliebten Bürger.“

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So würdigen Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Hanaus Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck den jetzt kurz vor seinem 79. Geburtstag verstorbenen ehemaligen  Stadtverordneten der CDU. Der  gebürtige Bochumer  vertrat von 1968 bis 1974 die Christdemokraten im Stadtparlament und nochmals von 1985 bis 1989.

Nach Hanau führte Hussing 1959 der Weg, als er hier Bezirkssekretär der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) wurde. Arbeitsplatz-Sicherheit war für den gelernten Metallformer ein stets wichtiges Thema auch über die Grenzen der KAB hinaus. So wurde er 1990 Vorsitzender des Stiftungsbeirats der „Christlichen Initiative Arbeit für jeden“, die seinerzeit in Hanau Erwerblose ins Arbeitsleben zu integrieren versuchte. Als sich die Arbeitsbedingungen bei der Vacuumschmelze verschlechterten, gehörte er 2008 zu den Erstunterzeichnern einer Resolution gegen Tarifflucht.

Hussing gehörte der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag von 1969 bis 1972 an. In seiner zweiten Amtszeit bis 1976 rückte er 1973 nach. Hussing beschränkte sein Engagement nicht nur auf  Deutschland. So sorgte er in den 1990er Jahren als Geschäftsführer der damaligen Kreiswerke Hanau mit für den Aufbau einer gesicherten Trinkwasserversorgung in Diriamba (Nicaragua). Ende der 90er Jahre war er in Moskau Lehrbeauftragter für Gesellschaftslehre am deutsch-russischen Institut für Publizistik und Journalistik der Lomonossov-Universität.

Für seinen Einsatz im Sinne der deutsch-polnische Versöhnung erhielt Hussing 1993 das Verdienstkreuz der Republik Polen. 1982 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet, 1994 zusätzlich mit dem Verdienstkreuz I. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Der Verstorbene gehörte fast 60 Jahre lang der CDU an; schon früh hatte er sich in der Jungen Union engagiert. In den vergangenen Jahren war Hussing stellvertretender Vorsitzender des Caritasverbandes im Main-Kinzig-Kreis. Mannigfaltige Kenntnisse in der Sozialgesetzgebung und großes Engagement gehörten hier zu seinen Markenzeichen.


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