Zwei Hanauer Grundschulen zukünftig mit Ganztagsangebot

Hanau

„Gute Nachrichten für den Schulstandort Hanau“ konnte Schuldezernent Axel Weiss-Thiel heute verkünden.

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„Das Hessische Kultusministerium hat uns schriftlich informiert, dass unserem Antrag die Friedrich-Ebert-Schule und Geschwister-Scholl-Schule ins Ganztagsprogramm aufzunehmen, stattgegeben wurde.“ Ab dem Schuljahr 2015/16 – also nach den Sommerferien – würden die beiden Grundschulen daher als „Schulen mit Ganztagsangebot im Profil 1“ geführt. In den nächsten zwei Jahren sollen die Schulen ihr Konzept erproben und weiterentwickeln. Damit seien ab dem kommenden Schuljahr nun 8 von 15 städtischen Grundschulen Teil des Ganztagsprogramms. Auch die Büchertal-Schule des Kreises in Wachenbuchen, die Mittelbuchen mitversorge, sei in das Ganztagesprogramm aufgenommen worden, fügt Weiss-Thiel hinzu. „Auch hier werden Kinder und Eltern ab dem kommenden Schuljahr von einer besseren Nachmittagsbetreuung profitieren können.“ „Ganz konkret bedeutet das, dass jede der Schulen im Zuge der Genehmigung auch den Zuschlag für eine weitere Stelle erhält“, erläutert der Schuldezernent. Davon könnten sich die Schulen eine halbe Stelle in Haushaltsmitteln (23.000 € pro Schuljahr) auszahlen lassen, um weitere Kosten – beispielsweise für AG-Angebote und ähnliches zu decken.

In der Geschwister-Scholl-Schule in Steinheim existiere Schulkinderbetreuung durch den Förderverein bereits seit 1997. „Mit der jetzigen Aufnahme in das Ganztagsprogramm, kann diese Betreuung quantitativ und qualitativ ausgebaut werden“, führte Weiss-Thiel aus. Die Schule pflege zudem vielfältige Kooperationen mit dem Haus der Musik, HSG, katholischen Pfarrbücherei und anderen, die auch für die Ganztagsbetreuung von Bedeutung seien. In der Friedrich-Ebert-Schule in Klein-Auheim werde Schulkinderbetreuung bereits seit 2001 durch den von Eltern gegründeten Betreuungsverein angeboten, berichtet der Schuldezernent. Auch hier bestünden Kooperationen mit außerschulischen Partnern, wie der Paul-Hindemith-Musikschule, dem TSV Klein-Auheim und anderen. „Ab dem kommenden Schuljahr stehen dieser Schule ebenfalls eine halbe Lehrkraft sowie Gelder für Nachmittagsangebote wie Hausaufgabenhilfe, Kreativangebote, Musik und Sport zur Verfügung“, ergänzt Weiss-Thiel.

Die Stadt Hanau als Schulträger gehe Ihrerseits die Verpflichtung ein, die räumlichen, sächlichen und personellen Voraussetzungen für das ganztägige Angebot an den beiden Schulen sicherzustellen, fährt Weiss-Thiel fort. „Dazu zählen ein Speiseraum mit zugehöriger Vorbereitungsküche, Essensangebot, Cafeteria, Freizeitbereich, Schulbibliothek, Räume für Hausaufgabenhilfe und AGs und vieles mehr…“ berichtet der Schuldezernent. An der Friedrich-Ebert-Schule, die auf Betreuung durch den benachbarten Hort zurückgreifen könne, rechne man mit rund 40 Kindern, die zukünftig das Ganztagesangebot der Schule wahrnehmen werden. „Hier reicht das Raumangebot aus. Lediglich ein Durchbruch zwischen zwei Betreuungsräumen ist geplant“, so Weiss-Thiel weiter.

Geschwister-Scholl-Schule sei der Betreuungsbedarf mit rund 60 Kindern etwas höher. Daher müssten neue Räume geschaffen werden. „Der Eigenbetrieb Immobilien- und Baumanagement wird daher prüfen, ob der vorhandene Pavillon durch einen zweigeschossigen Neubau ersetzt werden kann. Mittelfristig könnten die Kinder Betreuungsräume im Marstall von Schloss Steinheim nutzen“, erklärt Weiss-Thiel. Dort stünden im Dachgeschoss entsprechende Räume für Betreuung und Mittagsverpflegung zur Verfügung. „Wir freuen uns, dass wir als Schulträger zukünftig den Eltern und Kindern, mehr Angebote im Rahmen der Nachmittagsbetreuung ermöglichen können“, sagte Weiss-Thiel. „So können wir dazu beitragen die Eltern zu entlasten und eine adäquate Betreuung für die Kinder an den Schulen zu gewährleisten.“

Hintergrund: Die Zahl der ganztägig arbeitenden Schulen zum Schuljahr 2013/2014 in Hessen beträgt 916. Schulen mit Ganztagsangeboten (Profil 1) bieten an mindestens drei Wochentagen ein Angebot von 7 Zeitstunden von 7.30 bis 14.30 Uhr ab in dem sie Hausaufgabenbetreuung, Fördermaßnahmen sowie erweiterte Angebote im Wahl- und Freizeitbereich anbieten. Das Angebot kann auf bestimmte Jahrgänge begrenzt werden. Die Teilnahme an den zusätzlichen Angeboten ist für die Schülerinnen und Schüler freiwillig. Nach erfolgter Anmeldung durch die Eltern besteht allerdings die Pflicht zur Teilnahme. Durch das Engagement von Lehrerkollegien und vor allem Elternvereinen kann an vielen Schulen ein zeitlich umfangreiches Ganztagsangebot auf die Beine gestellt werden.

Das konkrete pädagogische Konzept entwickelt die Schule selbst. Es ist im Schulprogramm zu verankern, das von der Schulaufsicht genehmigt wird. Auf dieser Grundlage kann der Schulträger beim Kultusministerium einen Antrag auf Aufnahme in das Ganztagsprogramm stellen. Bei Genehmigung gewährt das Kultusministerium eine zusätzliche Zuweisung in Stellen und Mitteln in Höhe von maximal 2,5 Stellen über die Grundversorgung hinaus. Die Schulen entscheiden über den Einsatz dieser Mittel für sonstige pädagogische Mitarbeiter/innen, Materialien und Dienstleistungen. Über den Personalzuschlag des Landes sowie die Ressourcen des Schulträgers können die Schulen auch pädagogische Fachkräfte wie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sowie Erzieherinnen und Erzieher erhalten.

Ein Mittagessen ist an allen Tagen mit Ganztagsbetrieb in Kooperation mit dem Schulträger anzubieten. Am Freitagnachmittag ist die Schule lediglich verpflichtet, nach 14.00 Uhr ein Angebot für diejenigen Schülerinnen und Schüler vorzuhalten, die dieses benötigen.


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