Das erfolgreiche Filmfestival der Generationen verwandelt sich in der Brüder-Grimm-Stadt mit einem neuen Konzept in das „Hanauer Sommerkino - Filme für alle Generationen".
Das erfolgreiche Filmfestival der Generationen verwandelt sich in der Brüder-Grimm-Stadt mit einem neuen Konzept in das „Hanauer Sommerkino - Filme für alle Generationen".
Vom 23. bis 26. Juni soll der Dialog der Generationen noch stärker gefördert werden als bisher. Diesmal werden gezielt Schulen und erstmals auch Kindertagesstätten eingeladen. Das städtische Seniorenbüro organisiert das Programm zusammen mit Kinopolis Hanau. Präsentiert werden zehn Filme.
Das Filmfestival der Generationen „Silver Screen“ fand 2012 erstmals auch in Hanau statt. Zwei Jahre zuvor war es in Heidelberg unter der Leitung von Dr. Michael Doh von der dortigen Universität und Matthias Roos vom Gesundheitsamt Frankfurt initiiert worden. Die Federführung in der Brüder-Grimm-Stadt lag von Beginn an beim Seniorenbüro in Kooperation mit Kinopolis Hanau. Das wurde 2011 eröffnet und gewann durch das Festival eine neue Zielgruppe. Die Resonanz in Hanau stieg mit jedem Jahr auf bis zu 700 Besucher. Seit 2014 übernimmt Kinopolis den Großteil der Finanzierung, da die Stadt Hanau die Vorgaben des Entschuldungsfonds erfüllen muss und die Veranstaltung ansonsten unter das Spardiktat gefallen wäre.
Der neue Kinopolis-Betriebsleiter Albert Gollas ist überzeugt, dass das neue Konzept ankommt, denn „Kino ist ein generationsübergreifendes Medium und wir freuen uns über das rege Interesse der Seniorinnen und Senioren“. Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sei bis ins hohe Alter wichtig und bringe einen Zugewinn an Lebensqualität, betont Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel. „Mit dem Sommerkino und dem Kino-Erzählcafé haben wir der älteren Generation die Türen zu einer attraktiven Freizeitstätte geöffnet.“ Die Filme, die das Thema Alter und Altern aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten, zeigen ein vielfältiges Altersbild, bei dem das Altern nicht nur als Verlust und Last gesehen wird, sondern ebenso als aktive Lebensphase voller Kreativität und Lebensfreude. „Die vorherrschenden Altersbilder beeinflussen nicht nur das Miteinander der Generationen in einer älter werdenden Gesellschaft“, so Michael Stegmann, Leiter des Seniorenbüros, „sondern auch die Erwartungen an den eigenen Alterungsprozess“. Jung und Alt sind eingeladen, über ihre Vorstellungen vom Alter nachzudenken und sich auszutauschen. Experte aus verschiedenen Hanauer Institutionen begleiten die Filme und bieten im Anschluss Gespräche an. Mit im Boot sind der Architekten- und Ingenieurverein Hanau e. V., die Ehe-, Familien- und Lebensberatung in der Diözese Fulda, die Evangelische Fachstelle Zweite Lebenshälfte, der Förderverein Palliative Patienten-Hilfe Hanau e.V., die Geriatrie des St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau gGmbH, das Hospiz Louise de Marillac, die Comiczeichner „Rautie“ Michael Rautenberg und Jürgen Kling, die Stabsstelle Demografie Stadt Hanau und der Runde Tisch der Religionen in Hanau. Unterstützt wird das Hanauer Sommerkino vom Seniorenbeirat, den ehrenamtlichen Kinolotsen und der Sparkasse Hanau.
Kinokarten sind ab sofort telefonisch unter 06181/428253 (ab 13 Uhr) oder online auf www.kinopolis.de/hu erhältlich. Das Ticket kostet sechs Euro. Schüler zahlen bei Schulvorstellungen vier Euro. Die Reihe K ist in jedem Saal barrierefrei. Plätze sollten reserviert werden. Für den Film „Honig im Kopf“ stehen Audiodeskription und Untertitel für eigenes Smartphone über die App www.gretaundstarks.de zur Verfügung. Weitere Informationen bei Karin Dunkel (06181/6682050, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und auf www.hanau.de.
Programm:
Dienstag, 23. Juni: 14.30 Uhr Sektempfang und Eröffnung mit Stadtrat Axel Weiss-Thiel,
15 Uhr „Zu Ende ist alles erst am Schluss“ (Filmbegleitung: Karin Dunkel, Seniorenbüro),
17.30 Uhr „Best Exotic Marigold Hotel 2“ (Lothar Hain, Stabsstelle Demografie Stadt Hanau)
Mittwoch, 24. Juni, 13.30 Uhr Café im Foyer, 15 Uhr „My Old Lady“ (Günter Rothenberg, Ehe-, Familien- und Lebensberatung), 18 Uhr „Die Böhms" (Ulrich Wagner, Architekten- und Ingenieurverein Hanau e. V)
Donnerstag 25. Juni: 10 Uhr Filmfiguren mit „Rautie & "Kling" im Foyer, 10.30 Uhr „Shaun das Schaf" (Michael Rautenberg und Jürgen Kling),14.30 Uhr „Honig im Kopf" (Dr. Teresa Kaiser, Oberärztin Geriatrie St. Vinzenz- Krankenhaus Hanau), 18 Uhr „Liebe sei Tat – 10 Jahre Louise de Marillac“ von Isabel Gathof und "Fräulein Bork denkt übers Sterben nach" von Hanna Bork (Dr. Maria Haas-Weber, Dr. Marianne Gathof, Förderverein Palliative Patienten-Hilfe Hanau e.V., Christa Kuhn , Leitung Hospiz Louise de Marillac, Pfarrerin Annegret Zander, Fachstelle Zweite Lebenshälfte Hanau)
Freitag, 26. Juni: 10.30 Uhr „Das Mädchen Wadjda" (Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck und weitere Vertreter des „Runden Tisches der Religionen in Hanau“), 15 Uhr „Nur eine Stunde Ruhe!" (Albert Gollas, Betriebsleiter Kinopolis Hanau), 17 Uhr „Still Alice" (Dr. Uwe Jander- Kleinau, Chefarzt Geriatrie St. Vinzenz-Krankenhaus)
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