Zu einem Informationsbesuch kam der Arbeitskreis Soziales der CDU-Kreistagsfraktion bei der Hanauer Hilfe zusammen.
Zu einem Informationsbesuch kam der Arbeitskreis Soziales der CDU-Kreistagsfraktion bei der Hanauer Hilfe zusammen.
Die Hanauer Hilfe ist eine Beratungsstelle für Opfer und Zeugen von Straftaten, die im vergangenen Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feierte. Begleitet wurden die Christdemokraten vom Hanauer CDU-Bürgermeisterkandidaten Joachim Stamm, der sich ebenfalls für das Tätigkeitsfeld der Hanauer Hilfe interessierte.
Das Engagement der Hanauer Hilfe baut auf drei Säulen auf, wie der Vereinsvorsitzende Heinz Frese berichtete. Zum einen steht die klassische Beratung von Opfern von Kriminalität im Fokus des Engagements. Nach einer Straftat begleiten die fachlich qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hanauer Hilfe die Opfer von Kriminalität auf Wunsch von der Erstellung einer Strafanzeige bis zur Durchführung einer Gerichtsverhandlung und darüber hinaus. Aber auch Zeugen in einem Gerichtsverfahren können von der Hanauer Hilfe vor, während und nach der Verhandlung begleitet und unterstützt werden. Dabei besteht für Zeugen die Möglichkeit, auch das Zeugenzimmer im Landgericht Hanau in Anspruch zu nehmen Dieser Schutzraum dient unter anderem dazu, dass Wartezeiten der Zeugen in räumlicher Distanz zum Angeklagten verbracht werden können und nicht direkt vor dem Verhandlungssaal. Die dritte Säule des Engagements bezieht sich auf die professionelle Konfliktregelung für Opfer und Täter von Straftaten im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleichs. Bei diesem Verfahren wird eine außergerichtliche Einigung von Geschädigtem und Beschuldigtem unter Moderation der Hanauer Hilfe angestrebt.
„Die Hanauer Hilfe leistet eine ganz besonders wertvolle Arbeit. Während die materiellen Schäden nach einer Straftat zu ersetzen sind und physische Wunden meistens ausheilen, bestehen die seelischen Wunden häufig noch über Jahre. Gerade wenn eine Gerichtsverhandlung ansteht, ist das Opfer einer Straftat erneut großen Belastungen ausgesetzt. Hier sind die Unterstützungen der Hanauer Hilfe von unschätzbarem Wert“, so der sozialpolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, Uwe Häuser. Die Hanauer Hilfe habe mit den professionellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der ehrenamtlich organisierten Vereinsführung ein Leuchtturmprojekt entwickelt, das bundesweit Nachahmer gefunden habe. Aus Sicht der CDU sei es ausgesprochen erfreulich, dass neben der Stadt und dem Landkreis insbesondere das Land Hessen die Arbeit der Hanauer Hilfe maßgeblich fördere. Nur so sei es möglich, dass pro Jahr rund 450 Fälle aus den drei Arbeitsbereichen durch die Hanauer Hilfe begleitet würden, so Uwe Häuser und Joachim Stamm abschließend.
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