Sowohl das Klinikum als auch das St-Vinzenz-Krankenhaus in Hanau werden sich an der Verteilung dieser Leben rettenden kleinen weiß-roten Dose beteiligen. Der SPD-Stadtverband Hanau hatte mit seinen acht Ortsvereinen weitere 1.000 Dosen finanziert. Diese übergaben gestern der Stadtverbandsvorsitzende Thomas Straub sowie Vertreterinnen und Vertreter der Hanauer SPD, in Anwesenheit der Lions-Damen, an Repräsentantinnen der beiden Kliniken. Die Präsidentin der Lions, Caroline Geier-Roth, machte eingangs nochmals deutlich, was das Geniale an der Idee ist, die aus Großbritannien und Irland kommt und von den Lions-Damen im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit dem Seniorenbüro Hanau nun für den deutschen Bereich adaptiert wurde. „Die weiße Dose mit der roten SOS-Aufschrift beinhaltet ein Datenblatt mit allen für den Notfall unabdingbar wichtigen Informationen. Die Dose wird im Kühlschrank aufbewahrt. Einem Ort, den jeder Haushalt hat und den auch Fremde immer finden. Durch einen kleinen SOS-Aufkleber an der Wohnungstür und am Kühlschrank erkennen die Rettungsdienste sofort, wo in diesem Haushalt die lebensnotwendigen Informationen zu finden sind.
Lebensrettende Informationen sind damit sofort zugänglich. „In Großbritannien, so Geier-Roth, verfügen bereits ca. 7 Millionen Haushalte über eine entsprechende Dose. Die Lions-Damen aus Hanau haben die Idee aufgegriffen. Mittlerweile verfügen sie auch über die Markenrechte und sind dabei, das Projekt auch außerhalb Hanaus zu verbreiten. In Hanau findet die Verteilung mit Unterstützung des Hanauer Seniorenbüros und einem Netzwerk aus Nachbarschaftsinitiativen, dem DRK Hanau, interessierten Ärzten und der Sparkasse Hanau statt. Die Hanauer SPD, so Fraktionsvorsitzende Cornelia Gasche, hatte dann die Idee, dieses Netz auszuweiten und die beiden Kliniken anzusprechen. „Die Kliniken sind dicht an ganz vielen Menschen, die aus sehr unterschiedlichen gesundheitlichen Gründen, die Rettungsdose sehr gut gebrauchen können. „Die Mitarbeitenden in den Kliniken treffen auf Menschen, für die diese kleine Dose sehr wichtig sein könnte,“ unterstrich Gasche. Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck, die auch Sprecherin des Patientenbesuchsdienstes im Klinikum Hanau ist. Die Ehrenamtlichen sind über ihre Besuchsdienste direkt auf den Stationen sowie über den Informationspoint im Klinikum gut vernetzt.
Beate Funck war mit einigen ihrer Kolleginnen anwesend und konnte bereits darstellen, wie sie sich eine Verteilung der Dosen im Klinikum, in Absprache mit der Geschäftsführung und mit Unterstützung der Qualitätsmanagerin Alice Berg-Geringswald vorstellen. Für das St. Vinzenz-Krankenhaus nahmen Konventsoberin Annette Biecker und Pflegedirektorin Jutta Berg, die SOS-Dosen entgegen. Sie wollen die Verteilung in ihrem Haus breit aufstellen. Über die Pflegekräfte auf den Stationen, den Besuchsdienst und die Seelsorge. Entsprechende Schulungen ihrer Unterstützerinnen und Unterstützer haben sie bereits vorgesehen. Jutta Berg unterstrich, dass das St. Vinzenz-Krankenhaus vor allem Aufmerksamkeit schaffen und eine breite Kommunikation und Information anstoßen möchte. „So kann es uns gelingen, noch mehr Menschen darauf aufmerksam zu machen und sie dafür zu gewinnen, dass sie selbst die SOS-Dose nutzen, unterstrich die Pflegedirektorin. Alle waren sich einig: Diese Dosen können Leben retten und sie können nicht nur für kranke oder ältere Menschen ein wichtiges Hilfsmittel sein, sondern für alle Menschen. Vor allem diejenigen, die alleine leben, ob jung oder alt. Die Vertreterinnen der beiden Kliniken dankten den Lions-Damen für diese herausragende Initiative und den Hanauer Sozialdemokraten für die großzügige Spende, die nun die Idee auch in die Hanauer Kliniken getragen hat.
Foto: Rettung aus der Dose - SPD-Hanau spendet SOS-Dosen an die beiden Hanauer Krankenhäuser.
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