„Energie- und Technologiepolitik sollte ideologiefrei sein und sich auf wisschenschaftliche Erkenntnisse stützen“, stellt der ehemalige stellvertretende Ministerpräsident von Hessen, Dr. h.c. Jörg Uwe Hahn (FDP), fest.
In Abstimmung mit dem ehemaligen Wirtschaftsdezernten der Stadt Hanau, Dr. Ralf-Rainer Piesold (FDP), habe er eine kleine Anfrage betreffend der Zukunftsfähigkeit der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie gestellt. Da der hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sich bei seinem Besuch des Industrieparks Wolfgang unlängst selbst einen Überblick über die Technologie verschafft habe, möchten nun die Liberalen gerne wissen, wie die hessische Landesregierung zum Thema Wasserstoffzentrum in Hanau stehen würde.
Die letzte schwarz-gelbe Regierung in Wiesbaden war nach Auskunft Hahns schon recht weit in dieser Thematik vorgestoßen und verweist darauf, dass ein Konsortium Hanauer Unternehmen einen Antrag bei der damaligen Landesregierung gestellt habe, der mittlerweile auch durch die landeseigene Wirtschaftsförderung, der HessenAgentur, geprüft worden sei. Leider haben aber gerade die grünen Ministerien dem Themen Wasserstoff und Brennstoffzelle eine niedrigere Priorität als dem Ausbau der Windenergie eingeräumt. „Falls diese Politik sich nicht ändere, verspielt man in einem zukunftsweisenden Gebiet seine Technologieführerschaft und damit auch seine Zukunft“ meint Dr. Ralf-Rainer Piesold. Neben den allgemeinen Fragen zur Einschätzung der Notwendigkeit zur Weiterentwicklung von Anwendungstechniken von Wasserstoff und Brennstoffzellen, fragt Hahn auch danach, wie die Landesregierung über den Status der Prototypen, die teilweise von der vorherigen Landesregierung initiiert worden sind, gelangen könnte.
In diesem Zusammenhang fragt Hahn auch nach der Notwendigkeit eines Wasserstoff-Anwendungszentrums. Hahn möchte weiterhin wissen, ob dieses Wasserstoff-Anwendungszentrum eine Ergänzung für das Fraunhofer Institut IWKS sei, das von der damaligen CDU-FDP-Regierung in Wiesbaden mit Unterstützung der Stadt Hanau erfolgreich angesiedelt worden sei. Da die Landesregierung unter der damaligen Umweltministerin Puttrich (CDU) nicht nur zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Wasserstoff gemacht sondern auch noch mit umfangreichem Informationsmaterial geworben habe, fragt nun Hahn nach, ob die dort getroffenen Aussagen auch für die jetzige Landesregierung gelte. Für die beiden Liberalen ist das Thema Power-toGas ein weiteres immens wichtiges Thema, da dadurch die Energieversorgung Hessens langfristig gesichert werden könne. Hahn stellt abschließend fest, „statt weiter sinnlose Windräder in Wälder oder gar Landschaftsschutzgebiete zu stellen, sollten wir an einer Zukunftstechnologie arbeiten, die sowohl für den Menschen als auch die Natur vorteilhaft ist“ und hofft nicht nur auf eine positive Antwort von der Landesregierung sondern zügiges Handeln. Leider vermissen bei Freien Demokraten dieses zügige Handeln bei der jetzigen Landesregierung.
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