Hanau baut um - und viele Immobilienbesitzer in der Innenstadt lassen sich davon mitreißen.
Jüngstes Beispiel für die positive Impulswirkung des Stadtumbaus sind die Sanierungsarbeiten der Nassauischen Heimstätte (NH), die am sogenannten Kammhaus (Fahrstraße 11-13 und Am Freiheitsplatz 5-15) derzeit alle Balkone erneuern lässt. Das Vorhaben, das mit einem Investitionsvolumen von rund 410.000 Euro veranschlagt ist, sichert einerseits die Qualitätsstandards der Wohnungen, ist aber andererseits auch eine deutliche Reverenz an die Innenstadtumgestaltung. Wie die Leiterin des Regionalcenters Offenbach der NH, Gaby Faust, gegenüber dem Leiter der Stadtentwicklung Martin Bieberle erläutert hat, muss die NH als Eigentümer am Freiheitsplatz derzeit wie alle Anwohner und Einzelhändler zwar mit ein Einschränkungen leben, doch der daraus resultierende Zugewinn an Lebens- und Aufenthaltsqualität sowie die damit einhergehende deutliche Aufwertung der eigenen Immobilie wiege die temporären Nachteile auf.
Vor allem die gute Kommunikation rund um alle Baustellenthemen sowie die frühzeitige Information und Einbindung in zeitliche Abläufe sorgen nach den Worten der NH-Regionalcenterleiterin für eine positive Grundhaltung zum Projekt Stadtumbau, von dem ihrer Ansicht nach alle Immobilienbesitzer rund um den Freiheitsplatz durch die nachhaltige Aufwertung ihres Besitzes profitieren. "Unser Bekenntnis zugunsten dieses Großprojekts spiegelt sich nicht zuletzt auch darin wieder, dass die Baustellen-Webcam auf dem Dach unserer Liegenschaft Am Freiheitsplatz 15 aufgebaut werden konnte. Auch die Energiekosten für deren Betrieb werden von uns finanziert."
Die Liegenschaft der NH aus dem Jahr 1957, wegen ihrer einzigartigen Silhouette unter Denkmalschutz gestellt, ist bereits seit einigen Wochen auf der rückwärtigen Seite des Hauses mit einem Gerüst ausgestattet. Vom kommenden Montag an werden die Bauarbeiten auch auf der dem Freiheitsplatz zugewandten Seite des Hauses sichtbar, wenn die Sanierung an der Nordfassade beginnt.
Zu diesem Zweck wird zunächst ein Fußgängertunnel entlang der Fassade aufgebaut, der jeweils auf zehn Metern unter dem jeweiligen Balkon geschlossen sein wird, zwischen den einzelnen Balkonen jedoch offen bleibt. Anschließend soll das Gerüst und ein Bauzaun gestellt werden, bevor die eigentlichen Sanierungsarbeiten beginnen können. Zum Abschluss werden jeweils im Eckbereich der Balkone fundamentierte Stahlbetonstützen integriert.
Die Gesamtmaßnahme wird etwa acht bis zehn Wochen in Anspruch nehmen. Die fußläufigen Beziehungen auf dem bestehenden Gehweg können dank der Fußgängertunnel während der gesamten Bauphase aufrecht erhalten werden. Auch die Zugänglichkeit zur Besucherplattform und zu den Ladengeschäften ist jederzeit gewährleistet. Die letzten Balkone in Richtung Hammerstraße sind von der Planung ebenfalls erfasst. Hier hat aber die Neugestaltung der Fußgängerzone mit allen sich daraus ergebenden Bauarbeiten Vorrang. Sobald es die Baufortschritte hier erlauben, werden auch die Sanierungsarbeiten an den Balkonen aufgenommen.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de
















