In der täglichen Einsatzbesprechung wurde noch einmal deutlich, dass die Lage bezüglich der Flüchtlingsströme sehr unübersichtlich bleibt. Auch die beteiligten Polizeibeamten konnten über ihre Kanäle bisher „keine verwertbaren Auskünfte“ erhalten. „Aber wir sind vorbereitet“, lautete daher das wesentliche Fazit im Krisenstab.
Von Seiten der Stadt Hanau wurde bestätigt, dass voraussichtlich in zwei Wochen im Bereich der „Sportsfield-Housing“ in Hanau-Wolfgang die entsprechenden Kapazitäten für die Flüchtlinge zur Verfügung stehen. Dafür werde mit Hochdruck gearbeitet. Damit müsste die August-Schärttner-Halle auch nur für diesen Zeitraum für die übliche Nutzung gesperrt bleiben. Landrat Erich Pipa äußerte noch einmal seinen größten Respekt vor der Leistung der ehrenamtlichen Kräfte während der vergangenen Tage. „Es ist beeindruckend, mit welcher Disziplin und Einsatzbereitschaft hier gemeinsam geschafft wurde“, betonte er und richtete den Dank an alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschützer.
Vorbildlich war auch die Mitwirkung der zugeteilten 50 Bundeswehrkräfte, die bis ein Uhr nachts dafür gesorgt haben, dass die großen Zelten vollständig und sicher aufgestellt sind. Inzwischen sind die Einheiten wieder in Richtung Paderborn /Bielefeld abgerückt. Am Dienstag wurden dann nur noch ein paar kleinere Aufgaben wie die Einrichtung der Heizung, das Aufstellen von Bauzäunen sowie die Stromversorgung innerhalb der Unterkünfte organisiert. Parallel wurden bereits die ersten rund 20 Dolmetscher in ihre mögliche Aufgabe eingewiesen. Außerdem hat die Ausländerbehörde in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt die Registrierung und Untersuchung der erwarteten Flüchtlinge abgestimmt und vorbereitet.
Inzwischen ist das Areal auch über einen Sicherheitsdienst abgeschirmt, um ungebetene Gäste und Schaulustige abzuhalten. „Wir brauchen hier einen geordneten Ablauf, um die Herausforderung einwandfrei zu bewältigen“, sagte Pipa. Eine Voraussetzung sei dabei das reibungslose Zusammenwirken der verschiedenen Dienststellen und Organisationen. Eine hervorragende Unterstützung in den Fragen der Versorgung und Unterbringung der Hilfskräfte leisten dabei das Gefahrenabwehrzentrum in Hanau sowie das städtische Klinikum.
Foto: Feuerwehr Wolfgang
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