Als einen Menschen, der mit seinem bürgerschaftlichen Engagement ein großes Vorbild gewesen ist, hat Oberbürgermeister Claus Kaminsky den Mitbegründer und Mitglied des Aufsichtsrates der Hanauer Wohnungs- und Siedlungsbaugenossenschaft, Karl Schäfer, gewürdigt, der am 1. Juli im Alter von 93 Jahren gestorben ist.
"Dabei war es vor allem seine Arbeit für die Stiftung Althanauer Hospital, für die ihn die Stadt Hanau im Jahr 2000 mit der Bürgerplakette ausgezeichnet hat, die Karl Schäfer immer besonders am Herzen lag." Schon früh habe sich der engagierte Hanauer den sozialen Herausforderungen seiner Zeit gestellt und seine ganz persönlichen Antworten darauf gefunden.
1944 war er in die Stadtverwaltung Hanau eingetreten, wo ihm 1955 unter anderem die vormundschaftlichen Obliegenheiten übertragen wurden. Zu seinen Aufgaben gehörte fortan unter anderem die Leitung der Amtsvormundschaft/Amtspflegschaft sowie die Adoptionsvermittlungsstelle. Bei seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben wurde besonders gewürdigt, dass er auf allen Rechtsgebieten der Jugendhilfe wichtige Entscheidungen erstritten hat.
Parallel dazu setzte er seine Fachkunde im Sozialgericht Frankfurt ein, wo er im April 1954 zum Sozialrichter ernannt worden war. Zum Abschluss seiner Amtszeit nach 33 Jahren wurde Karl Schäfer für sein langjähriges Wirken in der Justiz mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet. Von 1958 bis 1983 wirkte Karl Schäfer im Kirchenvorstand der evangelischen Johanneskirchengemeinde mit und vertrat in dieser Eigenschaft die Interessen der Kirchengemeinde als Mitglied der Kreissynode und des Diakonischen Ausschusses.
Ein besonderes Anliegen war ihm über all die Jahre die Arbeit im Hospitalrat der Stiftung "Althanauer Hospital", dem er von 1978 bis 1999 angehörte. Über viele Jahre galt Karl Schäfer hier als treibende Kraft, vor allem, wenn es darum ging, die wirtschaftliche Funktionsfähigkeit der Stiftung zu erhalten. Sein ganz persönliches Anliegen war ihm, auf diese Weise eine Grundalge für die Verwirklichung von Ideen und Visionen zu schaffen. "Mit nimmermüden Engagement hat er sich rund um die Uhr für die Realisierung neuer Aktivitäten und die Weiterentwicklung der Altenwohnanlagen eingesetzt", zitiert Oberbürgermeister Kaminsky aus der Urkunde, die zur Verleihung der Bürgerplakette ausgestellt wurde und versprach, dass die Stadt ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren werde.
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