„Wir sind sehr unzufrieden mit der Stellenbesetzungspolitik des Landes Hessen hinsichtlich der Schulleiterstelle an der HoLa“, stellt Hanaus Bildungsdezernent, Stadtrat Axel Weiss-Thiel, stellvertretend für den Magistrat fest.
Der frühere Schulleiter der Hohen Landesschule, Hans-Joachim Bezler, sei bereits zum Ende des Schuljahres 2013/14 in den Ruhestand, gegangen und noch immer sei die Stelle unbesetzt. „Zugegebenermaßen war die Bewerberfindung anfangs schwierig, doch mittlerweile liegen dem Kultusministerium überzeugende Bewerberunterlagen vor“, fährt Weiss-Thiel fort. Schulgemeinde und Schulträger hätten deshalb auf eine zügige Entscheidung noch im Sommer zum Beginn des neuen Schuljahres gehofft. Nach neueren Informationen aus dem Ministerium könne damit aber erst zu Beginn des nächsten Halbjahres Anfang 2016 gerechnet werden. „Dies ist für die Schule und die Stadt eine unhaltbare Situation!“, so der Stadtrat. Der Magistrat der Stadt Hanau fordere das Land auf bezüglich der Stellenbesetzung schnell zu entscheiden, zumal aus Sicht der Stadt mindestens eine sehr geeignete Bewerbung vorläge. „Dies ist umso wichtiger, da bald die nächsten Wahlentscheidungen an den Grundschulen zum Übergang auf die weiterführenden Schulen anstehen und für die Stadt eine ausgewogene Balance zwischen HoLa, Karl-Rehbein-Schule und Otto-Hahn-Schule von großer Bedeutung ist.“ Dabei sei die Rolle der Schulleitungen von großer Bedeutung.
„Meiner großer Dank gilt der stellvertretenden HoLa-Schulleiterin Sabine Schaetzke, die es in der Übergangszeit geschafft hat; die Lücke zu füllen und die Schule sehr gut aufgestellt hat“, sagt der Stadtrat. Sie habe ihre Aufgabe hervorragend gemeistert und in ihrer Interimszeit unter anderem gemeinsam mit dem Förderverein die Neugestaltung des Hola-Campus vorangetrieben, Aktionen für Flüchtlinge ins Leben gerufen sowie die derzeitigen Einschränkungen im Sportunterricht durch die Notunterkunft in der August-Schärttner-Halle gemanagt. „Die amtierende Schulleitung und die gesamte Schulgemeinde verdienen es, dass endlich Klarheit für die Zukunft geschaffen wird!“ Die Schule mit ihrer über 400jährigen Geschichte genieße eine hohe Reputation, die nicht durch andauernde Hängepartien gefährdet werden dürfe, mahnen Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Stadtrat Axel Weiss-Thiel und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck an Kultusminister Alexander Lorz.
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