Tage der Industriekultur mit zehn Hanauer Angeboten

Hanau

"Unterwegs in die Zukunft" - unter diesem Motto beteiligen sich in diesem Jahr 170 Städte und Gemeinden an den "Tagen der Industriekultur", die traditionell während der letzten sechs Tage der hessischen Sommerferien stattfinden.

Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis

industrie hanau1industrie hanauZu Fuß, per Schiff, Fahrrad, und historischer Eisen- und Straßenbahn lässt sich die Region zwischen Miltenberg am Main und Bingen am Rhein, von Taunus und Wetterau bis nach Darmstadt erkunden. Alle, die sich zwischen dem 7. und 12. August auf den Weg machen, um die Route der Industriekultur Rhein-Main zu entdecken, haben in diesem Jahr die Wahl unter insgesamt 360 Veranstaltungen, die nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch neue Einsichten und spannende Erfahrungen versprechen. Die Brüder-Grimm-Stadt Hanau will mit zehn Angeboten das Interesse an der industriellen Geschichte der Region wecken.

industrie hanau2Den Anfang des Hanauer Veranstaltungsreigens, der von der Abteilung Museen unter Beate Hofmann koordiniert wird, macht eine Führung im Hanauer Hafen, die am Mittwoch, 8. August, sowie am Samstag, 11. August, angeboten wird. Die Teilnehmergruppe erhält spannende Einblicke in den Hafenbetrieb, der 1924 aufgenommen wurde. Mit der Eröffnung des Main-Donau-Kanals 1992 wurden diese Wasserwege noch erheblich erweitert. Heute ist Hanau, gemessen am Schiffsumschlag, der zweitgrößte deutsche Hafen am Schifffahrtsweg Main-Donau. Interessenten können sich an Sabine Zwick (Telefon 06181/3656000) wenden, die sowohl ergänzende Informationen zu der Führung geben kann als auch die Anmeldungen koordiniert. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

Mit drei Einzelveranstaltungen beteiligt sich das Museum Großauheim an den "Tagen der Industriekultur". Eine Ausstellungseröffnung mit dem ehemaligen Leiter der Hanauer Museen Richard Schaffer-Hartmann steht am Mittwoch, 8. August, 19 Uhr, auf dem Programm. Gezeigt werden bis zum 23. September Industriefotografien entlang des Mains von Klaus-Dieter Nessel, die in der Zeit zwischen 2003 und 2011 entstanden sind. Die Perspektive bietet ungewohnte räumliche Bezüge zur Umgebung und richtet die Wahrnehmung auch auf die frühere und heutige Nutzung der industriellen Zweckbauten. Die Teilnahme an der Eröffnung ist kostenfrei.

Weiter geht es mit dem Vortrag "Unterwegs mit Head-up Displays" am Donnerstag, 9. August, 19 Uhr. Ein Experte für optische Technologien erläutert interessierten Autofahrerinnen und Autofahrern auf anschauliche Weise diese neuen Anzeigesysteme, die zunehmend in der aktuellen Automobilentwicklung eingeführt werden. Vor der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, sich die Neueinrichtung des Museums Großauheim anzusehen. Eine vorherige Anmeldung bei der Abteilung Museen unter 06181/295-571 oder per Email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist auf 35 Personen begrenzt.

industrie hanau3Zum Abschluss gibt es den "MaschinenTag im Museum Großauheim" am Sonntag, 12. August. In der Zeit von 11 bis 17 Uhr dürfen sich die Besucher auf ein abwechslungsreiches Programm mit Führungen und Informationen in den Abteilungen Kunst und Industriegeschichte freuen. Das Schwungrad der großen liegenden MAN-Dampfmaschine wird sich drehen und zudem werden Dampfkessel und eine mobile Stromerzeugung vom Förderverein Dampfmaschinen-Museum in Betrieb genommen. Daneben besteht natürlich die Möglichkeit, das nach umfassender Neukonzeption wieder eröffnete Museum zu besichtigen, das den Wandel von der bäuerlichen Lebenskultur zur industriellen Fertigung bis zur High Tech made in Hanau erlebbar und nachvollziehbar macht. Dazu wird "Bier, Weck, Worscht und Woi" angeboten.

Unter dem Titel "Pionierarbeit mit Eisenbahnschwellen" erhalten Technikinteressierte am Freitag, 10. August, spannende Einblicke bei der Tour auf dem Gelände der Ruetgers Basic Aromatics in den Heideäckern, die neben der historischen Imprägnierhalle aus dem Jahr 1886 auch das alte Kesselhaus, eine Vorhalle mit zwei Kesseln zur Öl- und Teerimprägnierung und Teile des Maschinenparks vorstellt. Bis heute werden in dem Werk Eisenbahnschwellen aus Buchen- und Eichenholz mit Teeröl imprägniert. Daneben bietet die Firma heute auch salzimprägnierte Hölzer und Bauelemente für den Garten- und Landschaftsbau an. Interessenten können sich bei Beate Landefeld, Telefon 06181 399021, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu der gebührenfreien Führung anmelden. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt.

Ebenfalls am Freitag, 10. August, bietet sich Architektur- und Technikinteressierten eine Gelegenheit, mehr über das traditionsreiche Hanauer Unternehmen Heraeus Quarzglas zu erfahren. Unter dem Titel "Mobil im Internet dank Quarzglas" gibt es interessante Einblicke in die Heraeus-Sparte, die dieses Jahr ihren 100. Geburtstag feiern kann. Neben einem Vortrag zur Quarzglas-Geschichte zeigt die frühere Platinschmelze auch Anwendungen für Edelmetalle, Sensoren, Dentalprodukte, Biomaterialien, Quarzglas und Speziallichtquellen. Für die Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung erforderlich, die unter der Telefonnummer 06181 350 oder per Email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! angenommen werden. Die Gruppe ist auf 40 Teilnehmer begrenzt, die mindestens 14 Jahre alt sein müssen. Das Fotografieren ist bei dieser Veranstaltung nur eingeschränkt erlaubt.

"Mobil unterwegs im Industriepark Wolfgang" ist der Titel einer Führung, die der IPW als eines der größten Innovationszentren in Hessen am Samstag, 11. August, anbietet. Forscher, Entwickler und Anwendungstechniker denken hier im Industriepark über Produkte und Verfahren von morgen nach. Mobilität ist eines der Zukunftsthemen. Die fachkundige Führung durch den Industriepark Wolfgang liefert den Besuchern Antworten und Ansichten. Teilnehmen könnten Technikinteressierte ab 14 Jahre. Anmeldungen sind nur per Email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

"Eisenbahnnostalgie zum Anfassen" wird am Samstag, 11. August, und Sonntag, 12. August, im ehemaligen Bahnbetriebswerk vom Verein "Museumseisenbahn Hanau e.V." geboten. In dem Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Bahnbetriebswerk mit zwei Rundschuppen und zwei Drehscheiben wurden die Güterzuglokomotiven gewartet und mit Kohle und Wasser für ihre Fahrt über die Mittelgebirge versorgt. Heute befindet sich hier eine eindrucksvolle Sammlung historischer Fahrzeuge und Loks. Die Museumseisenbahn Hanau veranstaltet hier ein Betriebsfest mit Führerstandsmitfahrten, Führungen über das Gelände, Bücherflohmarkt, Kindereisenbahn, Filmvorführungen und Imbiss.

Einen völlig neuen Blick auf Hanau bietet eine Fahrradtour, die Richard Schaffer-Hartmann am Sonntag, 12. August, begleitet. Unter der Überschrift "Von Kronjuwelen zu HighTech-Reifen" führt die Radtour, die in Zusammenarbeit mit dem ADFC entstanden ist, über etwa 15 Kilometer vom Mühlenensemble Herrenmühle über die Bijouteriefabrik Kreuter vorbei an Heraeus zur Dunlop und über den Hanauer Mainhafen zum Museum Großauheim, das zu Ausstellung, Dampf und Stärkung einlädt. (siehe: Museum Großauheim) Ergänzende Informationen gibt wieder die Abteilung Museen unter Telefon 06181 295 571 oder per Email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Krönender Höhepunkt der diesjährigen "Tage der Industriekultur" ist am Sonntag, 12. August, eine Sternfahrt historischer Züge, die sich ganz im Sinne des Mottos "Unterwegs in die Zukunft - Dampfross, Triebwagen und Knallfrosch" in verschiedenen Kommunen in Bewegung setzen, um sich schließlich im Bahnhof Frankfurt-Höchst zu treffen. Auch die Hanauer Museumseisenbahn beteiligt sich mit einer Dampflok, die um 9.22 Uhr im Hauptbahnhof startet.

Das vollständige Veranstaltungsprogramm Rhein-Main wird bei der Touristik-Information im Hanauer Stadtladen, in der Hanauer Stadtbibliothek sowie in den drei Hanauer Museen Schloss Philippsruhe, Museum Großauheim und Museum Schloss Steinheim angeboten.

Die Neuerscheinung des regionalen Routenführers zur Industriekultur, das stabile Ringbuch mit 38 lokalen Faltblättern sowie alle anderen Publikationen der Route Industriekultur Rhein-Main sind im Museum Großauheim erhältlich. Darüber hinaus finden Sie alles Wissenswerte zum Thema unter www.krfrm.de bei Route der Industriekultur.

 


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