Stiftung fördert Frauenhaus Hanau mit 4.000 Euro

Hanau

Auch für 2015 hat die Heinrich - Sauer & Josef Schmidt Stiftung das Frauenhaus Hanau mit einem Förderbetrag von 4.000 Euro unterstützt.

Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis
VORSPRUNG - Kaffeespende

Seit 2004 haben die Vorstandsmitglieder nach Streichung der Zuschüsse durch die Regierung Roland Koch 2004 nun Zuwendungen in Höhe von 59.000 Euro geleistet, damit die Finanzierung des Frauenhauses sichergestellt und den Frauen und Kindern  Schutz, Unterkunft und Beratung ermöglicht.

Die beiden Vorsitzenden Peter Bierwerth und Reinhardt Wetjen sowie Behördenbegleiterin Krista Wurche konnten sich von der guten Inanspruchnahme des Frauenhauses Hanau überzeugen. Derzeit wohnen in der vollbelegten Einrichtung 24 Frauen und Kinder. Die Polizei vermittele 40 % der Plätze direkt, der Rest laufe über das Internet. Viele Frauen erhielten Hilfe und Unterstützung in aktuellen Krisensituationen, bei der Bewältigung des Alltags und bei der Aufarbeitung der Gewalterfahrung. Die Entwicklung neuer Perspektiven für die Frauen und ihre Kinder stehe dabei im Mittelpunkt und auch die Beratung bei Erziehungsproblemen. Das Frauenhaus ist aber auch nur Berater und berät kostenlos und vor allem anonym.  Evelyn Wenzel - Rupprecht und Ursula Wyrzykowska vernittelten darüber hinaus den Besuchern weitere allgemeine Informationen und Statistiken und freuten sich über den Besuch und das Interesse der Stiftungsvertreter. Bereits im vergangenen Jahr hatten die vier Behördenbegleiterinnen das Frauenhaus aufgesucht und sich über die Situation informieren lassen. Stiftungsvorsitzender Peter Biewerth berichtete, dass wegen der schlechten Zinserträge und fehlenden Bußgelder in diesem Jahr alle von der Stiftung betreuten Organisationen geringere Zuwendungen erhalten. Dennoch könne dank dieser Zuwendungen vor allem die Arbeit mit den Kindern ungeschmälert fortgeführt werden.

Die Gäste aus der Barbarossastadt lobten die positive Arbeit des Frauenhausteams und konnten sich erneut davon überzeugen, dass die Unterstützer der Einrichtung von Jahr zu Jahr mehr werden und dass auch die Kommunen im Umfeld ihr Scherflein zur Finanzierung beitrügen. Auch die Sauer & Schmidt - Stiftung werde nach den Worten der Stiftungsrepräsentanten weiter zu den Förderern gehören und die mit den Kindern praktizierte pädagogische Arbeit unterstützen. Im Finanzplan 2016 werden die erforderlichen Zuschussmittel für alle von der Stiftung unterstützten Organisationen deshalb wieder vorgesehen sein. Weitere Prognosen seien angesichts des problematischen Zinsmarktes, der auch zum Nachteil der örtlichen Stiftung führe und deren Arbeit behindere, allerdings nicht möglich.  (jFd.).

Foto: Behördenbegleiterin Krista Wurche (2. von rechts)  überreichte Evelyne Wenzel - Rupprecht den aktuellen  Bescheid über 4.000 Euro in Anwesenheit des neuen stellvertretenden Vorsitzenden der Stiftung Reinhardt Wetjen und Mitarbeiterin Ursula Wyrzykowska.


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de