Stadtumbau geht weiter: Letzter großer Baustein

Hanau

Er ist einer der letzten großen Bausteine des Stadtumbaus in Hanau: Der Platz an der Wallonisch-Niederländischen Kirche.

Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis
MKK-Jobs

Die Planung für dessen Umgestaltung und fünf auf ihn zuführende Straßen steht ab Mitte 2016 auf dem Programm. Begleitend dazu findet voraussichtlich im Herbst 2016 ein umfassender Bürgerdialog statt. Mit einem jetzt  im Januar  startenden europaweiten Teilnahme- und Verhandlungsverfahren zur Auswahl des Planungsbüros wird der erste Schritt in die Wege geleitet.

Zur Jahresmitte 2016 soll dann der Planungsauftrag an ein Planungsbüro vergeben werden.  „Mit diesem Projekt krönen wir die positive Entwicklung der südlichen Innenstadt, deren grüne Lunge der Platz werden soll“, meint Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Das Planungsbüro soll „unterschiedliche Varianten zur Freiraumgestaltung und intensiven Begrünung entwickeln“, erläutert Baustadtrat Andreas Kowol. „Da der Platz autofrei wird, ist auch das Parkraumangebot im Umfeld in die Planungen aufzunehmen“, sagt er weiter.

Bisher sind um die Kirche U-förmig rund 120 Autostellplätze vorhanden.  In die Planung mit einzubeziehen sind die Karl-Röttelberg-Straße, Paradiesgasse, Hahnenstraße, der östliche Teil der Altstraße und die Lindenstraße. Das gilt auch für das geplante Denkmal „Neustadt-Sitzgruppe“ des Künstlers Professor Claus Bury am südlichen Platzrand. „Baulich umsetzen wollen wir Platz und Straßen in den Jahren 2017 bis 2020“, umreißt Stadtrat Kowol den Zeitplan. Der Zeitablauf hänge davon ab, wann die neue Wohnbebauung an der Französischen Allee abgeschlossen sei.

Die Baukosten für Straßen und Platz schätzt die Stadt Hanau auf rund 4,3 Millionen Euro. Die Stadt rechnet mit Fördergeldern aus dem Programm „Soziale Stadt“. Für die Planungs- und Ingenieurleistungen hat der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) 680.000 Euro veranschlagt.
Zum Planungsprozess gehört ein umfangreicher Bürgerdialog mit Anliegern, lokalen Akteuren, politischen Gremien und der Stadtverwaltung. „Städtebaulich handelt es sich an diesem Markstein der Neustadt-Gründung um das wichtige Scharnier zwischen südlicher Innenstadt und City“, erläutert OB Kaminsky. Daher sei „dieser Meinungsaustausch besonders wichtig“, unterstreicht er.  Neubürger in  entstehenden Wohnungen und Alteingesessene, darunter häufig Migranten, bildeten „hier eine interessante neue Mischung“, welche sich bei diesem Bürgerdialog als Nachbarn  begegnen könnten.

In diesem Diskussionsprozess sei auch „auszuloten, wie viele Auto-Abstellplätze das Umfeld verträgt“,  sagt der OB weiter.   Ziel müsse allemal sein, „den Platz um eines der bedeutendsten Baudenkmäler Hanaus aufzuwerten und attraktiv zu gestalten“, fordert Kaminsky.

Foto: Der Planungsprozess für die Umgestaltung des Platzes an der Wallonisch-Niederländischen Kirche beginnt.


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de