8,25 Euro - so viel kostet zurzeit eine einfache Fahrt von Hanau nach Frankfurt für Erwachsene, wobei der RMV das Erwachsensein ab 14 Jahren definiert.
Die Preistendenz ist Jahr für Jahr steigend. Ob diese Preispolitik gerecht sei, fragten sich die Jusos Hanau und stellten die gleiche Frage den Hanauer Bürgerinnen und Bürger am Samstag in der Innenstadt. Das Ergebnis war eindeutig (siehe Foto). Die Jusos sehen sich dadurch in ihren Forderungen bekräftigt. Die vorhandene Tarifstruktur mit ihrem Wabensystem verursache vor allem für Hanau ungerechtfertigt hohe Preise. Nachvollziehbar sei das nicht, wenn man bedenkt, dass die Fahrt von Maintal-Ost oder Mühlheim-Dietesheim nach Frankfurt „nur“ 4,65€ kostet. Die Jusos Hanau fordern kilometerabhängige Tarife, laut dem Juso-Kandidat für die Hanauer Stadtverordnetenversammlung, Maximilian Bieri, eine „seit vielen Jahren überfällige, gerechtere Tarifstruktur beim RMV.“ Das angestoßene Pilotprojekt sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, dieser sei jedoch zu kurz.
„Wieso ausgerechnet Besitzer von Zeitfahrkarten, also Pendler, die Hauptbetroffenen des Tarifsystems, vom Pilotprojekt ausgeschlossen sind, ist nicht nachvollziehbar. Dadurch wird der Test nicht repräsentativ sein“, erläutert Bieri weiter. Auch sei eine Pilotdauer von drei Jahren nicht hinnehmbar. „Eine solche Testphase lässt sich auch in 12-15 Monaten durchführen, um zu validen Ergebnissen zu gelangen. Die Nutzer des RMV werden dadurch nur unnötig hingehalten, das alles riecht nach einer Hinhaltetaktik. Wir brauchen endlich einen gerechten und solidarischen Nahverkehr und das so schnell wie möglich“, ergänzt der Vorsitzende Sebastian Gödecke.
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